YouGov-Report „Sport tourism: Measuring fan appetite" analysiert globales Reiseverhalten von Sportbegeisterten

Das Jahr 2026 wartet mit zahlreichen sportlichen Großereignissen auf, darunter die Olympischen Winterspiele in Italien und die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in den USA, Kanada und Mexiko. Doch wie ausgeprägt ist das Interesse an Sport-Tourismus tatsächlich? Eine aktuelle internationale YouGov-Studie untersucht, wer zu Sportveranstaltungen reist und welche Motivationen dahinterstehen.

In Deutschland haben lediglich 26 Prozent der Bevölkerung bereits eine Freizeitreise unternommen, um eine Sportveranstaltung zu besuchen. Dieser Wert liegt deutlich unter dem internationalen Durchschnitt: In den 17 untersuchten Märkten gaben durchschnittlich 38 Prozent der Befragten an, schon einmal zu einem Sportevent gereist zu sein. Dabei zeigen sich geschlechtsspezifische Unterschiede – international haben 42 Prozent der Männer gegenüber 34 Prozent der Frauen bereits solche Reisen unternommen.

Die höchste Reiseaffinität weisen Befragte aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 57 Prozent auf, gefolgt von Mexiko und Indonesien mit jeweils 49 Prozent.

Auch bei geplanten Sport-Reisen zeigen sich Deutsche zurückhaltend: Nur 14 Prozent planen innerhalb der nächsten zwölf Monate eine entsprechende Reise – im Vergleich zu 23 Prozent international. Lediglich Dänemark (13 Prozent) und die USA (10 Prozent) verzeichnen noch niedrigere Werte.

Dies zeigen Daten des neuen Reports "Sport tourism: Measuring fan appetite" der internationalen Data & Analytics Group YouGov.

Atmosphäre und Live-Erlebnis als zentrale Reisemotivation

Für 52 Prozent der deutschen Sport-Reisenden – also jene, die bereits zu einem Sportevent gereist sind oder dies in den kommenden zwölf Monaten planen – stehen die besondere Atmosphäre und die Spannung einer Live-Veranstaltung im Vordergrund. 51 Prozent nennen die Leidenschaft für die jeweilige Sportart als Hauptmotivation, während 37 Prozent ihr Team vor Ort unterstützen möchten.

Neugierde auf neue Reiseziele spielt für deutsche Sportfans eine untergeordnete Rolle: Nur 17 Prozent geben dies als Reisegrund an – im internationalen Vergleich sind es 28 Prozent.

Kosten und Sicherheit als zentrale Reisebarrieren

Weltweit nennen 60 Prozent aller Sport-Reisenden die Reisekosten – etwa für Unterkunft, Flug oder Mietwagen – als größtes Hindernis. Deutschland liegt mit 61 Prozent im internationalen Durchschnitt, während für Briten und US-Amerikaner (jeweils 70 Prozent) die Kosten die bedeutendste Reisebarriere darstellen.

Sicherheitsbedenken spielen ebenfalls eine wichtige Rolle: International empfinden 41 Prozent der Befragten dies als potenzielles Reisehindernis. In Deutschland liegt dieser Wert mit 47 Prozent deutlich über dem globalen Durchschnitt.

Nicole Pike, Global Head bei YouGov Sport, über den Report: „Im Jahr 2026 erleben wir eine Vielzahl bedeutender globaler Sportereignisse, darunter die FIFA-Weltmeisterschaft, die Olympischen Winterspiele oder die Leichtathletik-Europameisterschaft. Ob internationale Turniere oder reguläre Saisonspiele – der Sporttourismus beeinflusst, wohin Menschen reisen, wie sie reisen und was sie von Reisezielen erwarten. Dieser Bericht stützt sich auf Daten von YouGov-Umfragen aus 17 Märkten, um zu untersuchen, wer für Sport-Events reist, was die Reisenden motiviert und welche Barrieren ihnen im Weg stehen.

Durch die Analyse von Einstellungen, Verhaltensweisen und Unterschieden zwischen Ländern und Generationen bietet diese Studie einen klaren, datengestützten Einblick in die sich wandelnde Landschaft des Sporttourismus und zeigt auf, welche Bedeutung dies für Rechteinhaber, Reiseziele und Marken hat."

Der Report "Sport tourism: Measuring fan appetite" (in englischer Sprache) kann unter Angabe Ihrer Kontaktdaten hier heruntergeladen werden.

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