Aktuelle YouGov-Daten zum Thema Wintersport anlässlich der Olympischen Winterspiele 2026
Wenn vom 6. bis 22. Februar 2026 in Italien die Olympischen Winterspiele Milano Cortina ausgetragen werden, blickt auch Deutschland aufmerksam auf das Wintersport-Großereignis: 40 Prozent der Menschen hierzulande sind an dem Turnier mindestens einigermaßen interessiert, 13 Prozent davon sehr interessiert. Passend dazu wollen 38 Prozent die Winterspiele verfolgen. Skispringen und Biathlon erfreuen sich hierbei größter Beliebtheit: 47 Prozent der Interessierten würden Skispringen bei Olympia verfolgen, 45 Prozent Biathlon, 34 Prozent Eiskunstlauf, 31 Prozent Bob / Rennrodeln / Skeleton und 30 Prozent Ski Alpin.


10 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland sehen in den Olympischen Winterspielen 2026 sogar einen Anlass bzw. eine Motivation, selbst Wintersport zu betreiben, Männer häufiger als Frauen (13 vs. 8 Prozent).
Knapp jeder fünfte Befragte in Deutschland (18 Prozent) betreibt nach eigenen Angaben mindestens einmal im Jahr selbst Wintersport. Auch diese Aussage treffen Männer (21 Prozent) häufiger als Frauen (16 Prozent). Die Daten der Umfrage mit YouGov Surveys zeigen, dass Wintersport eher jüngere Altersgruppen anspricht: Unter Befragten der Generation Z sagen 29 Prozent, dass sie mindestens einmal im Jahr Wintersport betreiben, unter Millennials sind es noch 27 Prozent, während in den älteren Generationen das Interesse nachlässt (11 Prozent der Generation Baby Boomer +).

Knapp jeder Dritte (30 Prozent) der Wintersportler hierzulande ist durch die anstehenden Olympischen Winterspiele motiviert, neue Wintersport-Ausrüstung für sich selbst zu kaufen, z. B. Skier, Schlitten, Wintersportbekleidung. Dies sagen Wintersportler aus städtischer Umgebung (45 Prozent) auffallend häufiger als jene aus vorstädtischer (21 Prozent) oder ländlicher Umgebung (17 Prozent).
Immerhin 55 Prozent der Wintersportler in Deutschland haben ihr Winter-Sportverhalten aufgrund äußerer Einschränkungen infolge des Klimawandels verändert: 31 Prozent machen weniger Wintersport als früher, 14 Prozent sind auf andere Sportarten umgestiegen und 10 Prozent betreiben Wintersport eher in höher gelegenen Skigebieten.
Rückläufige Marktentwicklung bei Wintersportprodukten
Dazu passend zeigen Daten von YouGov Shopper, dass der Markt für Ski-/Wanderbekleidung und Wintersportartikel rückläufig ist: Gegenüber 2019 ist der Umsatz im MAT* Juni 2025 um knapp 9 Prozent von 667 auf 609 Millionen Euro zurückgegangen. Besonders stark war der Rückgang in den Corona-Jahren 2020 und 2021. 2022 ist der Umsatz dann wieder stärker angestiegen: Im ersten Quartal 2022 hat sich der Umsatz gegenüber dem ersten Quartal 2021 verdoppelt. Besonders stark ist dabei der Umsatz mit Wintersportartikeln gewachsen.

Christian Schmidt, Senior Director bei YouGov, ordnet die Daten folgendermaßen ein: „Die Umsatzentwicklung im Wintersportmarkt zeigt insgesamt einen rückläufigen Trend, der vor allem auf die starken Einbrüche während der Coronajahre zurückzuführen ist. Der deutliche Umsatzanstieg im Jahr 2022 dürfte weniger eine nachhaltige Trendwende als vielmehr das Ergebnis mehrerer Sondereffekte gewesen sein: Zum einen ist von einem Nachholeffekt nach den pandemiebedingten Einschränkungen auszugehen. Zum anderen könnten die Olympischen Winterspiele in Peking im Februar 2022 zusätzliche Kaufimpulse ausgelöst haben. Großereignisse wie Olympische Winterspiele können damit kurzfristig positive Nachfrageeffekte erzeugen, ohne jedoch den übergeordneten Marktrend grundsätzlich zu verändern.“
Methode:
Die Ergebnisse basieren auf Online-Interviews auf Basis von YouGov Surveys mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Die Daten stammen aus zwei Befragungen: Für die erste Befragung wurden im Zeitraum 14.-16. Januar 2026 insgesamt 2.067 Personen in Deutschland befragt. Für die zweite Befragung wurden im Zeitraum 23.-25. Januar 2026 insgesamt 2.005 Personen in Deutschland befragt.
Beide Erhebungen wurden nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
Die Ergebnisse von YouGov Shopper basieren auf Daten des YouGov Nonfood-Panels. Sie bieten einen Einblick in das faktische Kaufverhalten der Menschen in Deutschland
*MAT Juni 2025 bezeichnet das Moving Annual Total (12-Monatszeitraum) von Juli 2024 bis Juni 2025.

