Aktuelle YouGov-Umfragedaten zum Thema SEPA Instant (Echtzeitüberweisungen)

Schneller, sicherer, moderner – seit Oktober 2025 müssen Banken im Euroraum Echtzeitüberweisungen ohne Extrakosten anbieten. YouGov hat Verbraucher nach ihrer Nutzung und ihren Bedenken gefragt, und zeigt, wer SEPA Instant sogar PayPal und Co. vorziehen würde.

Sie ist unverzichtbar und doch für viele unpraktikabel: die klassische Banküberweisung mit Gutschrift in ein bis drei Tagen. Ein Zahlungseingang innerhalb von 10 Sekunden hingegen, an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr – das war bei vielen Banken bisher an Zusatzgebühren gebunden, und bei manchen noch gar nicht verfügbar.

Mit der Instant-Payment-Verordnung der EU sollen Echtzeitüberweisungen nun zum Standard werden. Seit Januar 2025 müssen alle Geldinstitute im SEPA-Raum den Empfang solcher Instant Payments ermöglichen; seit Oktober 2025 ist auch das Versenden des Geldes für alle Banken in der Eurozone verpflichtend. Die Gebühren dürfen dabei nur noch denen einer Standardüberweisung entsprechen.

Echtzeitüberweisungen vielen Online-Banking-Nutzern bereits bekannt

In einer YouGov-Umfrage (von Ende Dezember 2025) geben insgesamt 71 Prozent der befragten Online-Banking-Nutzer an, bereits eine Echtzeitüberweisung getätigt zu haben. Vor der neuen EU-Verordnung lag dieser Wert bei 69 Prozent (September 2025); damals haben 39 Prozent der Befragten angegeben, Echtzeitüberweisungen „schon oft“ genutzt zu haben, 30 Prozent „schon mindestens einmal“.

Echtzeitüberweisungen waren vielen Online-Banking-Nutzern also bereits vertraut. Ein größerer Anteil der Online-Banking-Nutzer nutzt Echtzeitüberweisungen heute regelmäßig (42 vs. 39 Prozent im September 2025). Auffällig ist dabei: Die regelmäßige Nutzung hat insbesondere unter älteren Verbrauchern zugenommen (43 vs. 39 Prozent der Gen X im September 2025, 39 vs. 30 Prozent der Boomer+ im September 2025).

Knapp drei von zehn (29 Prozent) Befragten haben noch nie eine Echtzeitüberweisung genutzt.

Fest etabliert sind die SEPA Instant Payments bei den jüngeren Generationen: 81 Prozent der Gen Z (18- bis 28-Jährige) haben sie schon mindestens einmal genutzt – darunter fast die Hälfte (48 Prozent) „oft“ – sowie insgesamt 77 Prozent der Millennials (29- bis 44-Jährige).

Mehrheit der Deutschen hat keine Bedenken bei Echtzeitüberweisungen

Sowohl für Standard- als auch Echtzeitüberweisungen sieht die neue EU-Verordnung den automatischen Abgleich des Namens und der IBAN des Empfängers vor. Die Pflicht zur Empfängerüberprüfung und eine entsprechende Haftung der Banken bei Überweisungsfehlern sollen Betrug verhindern und das Vertrauen der Verbraucher stärken.

Laut YouGov-Umfragedaten berichtet lediglich eine Minderheit der Online-Banking-Nutzer Bedenken bei der Nutzung von Echtzeitüberweisungen, darunter am häufigsten die fehlende Möglichkeit der Rückholung der Zahlung (16 Prozent). Die Sorge, eine erhaltene Zahlung nicht zuordnen zu können, ist bei etwas mehr als einem Zehntel der Befragten präsent (Unsicherheit bei unbekannten Empfängern, 12 Prozent).

Ein erhöhtes Risiko für Betrug oder Phishing (11 Prozent) sehen insbesondere Millennials (14 Prozent der 29- bis 44-Jährigen). Diese Altersgruppe berichtet außerdem häufiger fehlendes Vertrauen in ihre Bank (7 Prozent vs. 4 Prozent aller Online-Banking-Nutzer).

Die Jüngsten äußern dahingegen häufiger Bedenken über fehlende(s) Wissen bzw. Informationen über Echtzeitüberweisungen (14 Prozent der Gen Z vs. 9 Prozent aller Online-Banking-Nutzer).

Insgesamt drei von fünf (60 Prozent) der Befragten haben keine Bedenken bei der Nutzung von Echtzeitüberweisungen.

Gen Z und Millennials würden Echtzeitüberweisungen auch PayPal und Co. vorziehen

Die breite Akzeptanz und das Vertrauen in Echtzeitüberweisungen machen den neuen EU-Standard auch für den Online-Handel attraktiv: Bei der Vorkasse per Überweisung können sich Online-Shops, die SEPA Instant unterstützen, auf sofortige Zahlungsbestätigungen verlassen – wie sonst nur durch gebührenpflichtige Dienstleister wie PayPal oder Klarna möglich. Auch das geringere Rückbuchungsrisiko der Echtzeitüberweisung erhöht die Planungssicherheit für den Online-Handel.

Verbraucher, die die Zahlungsdauer von bis zu drei Werktagen bei der Nutzung einer Überweisung abgeschreckt hat, dürften in der standardisierten Echtzeitüberweisung mehr Sicherheit und Komfort finden.

Laut YouGov Surveys-Umfrage würden potentiell mehr als die Hälfte (56 Prozent) der befragten Online-Banking-Nutzer SEPA Instant Payments, wenn möglich, anderen digitalen Zahlungsmitteln (wie PayPal / Digital Wallets, aber auch Kartenzahlung oder Lastschrift) vorziehen. Die Präferenz ist bei Männern stärker ausgeprägt als bei Frauen (61 vs. 51 Prozent), und sie könnte die Zukunft beeinflussen: Gen Z und Millennials (68 bzw. 65 Prozent) zeigen eine größere Vorliebe als Gen X und Boomer+ (51 bzw. 47 Prozent).

Für Nicht-Euro-Überweisungen innerhalb der EU soll die Echtzeitüberweisung ab 2027 umgesetzt werden. Die YouGov-Daten zeigen bereits eine hohe Bekanntheit und Nutzung der Zahlungsoption sowie ein vergleichsweise hohes Maß an Vertrauen unter Online-Banking-Nutzern. Besonders jüngere Generationen sehen in SEPA Instant eine attraktive Alternative zu etablierten Payment-Diensten. Wenn Banken Informationsdefizite abbauen und das Sicherheitsgefühl ihrer Kunden stärken, haben die kostenfreien Echtzeitüberweisungen das Potenzial, den privaten und kommerziellen digitalen Zahlungsverkehr nachhaltig zu verändern.

Dieser Beitrag ist ebenfalls erschienen auf den Seiten von „Der Bank Blog“.

Methode:

Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf Online-Interviews (YouGov Surveys) mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum vom 19. bis 22.12.2025 insgesamt 2.167 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

Definition der Generationen: Gen Z (1997 oder später), Millennials (1981-1996), Gen X (1965-1980) und Boomer+ (vor 1964).

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