Aktuelle YouGov-Daten zur Zufriedenheit der Deutschen anlässlich des Weltglückstags am 20. März
Am 20. März wird weltweit der Weltglückstag begangen. Aktuelle YouGov-Daten zeigen, dass im März 2026 rund 61 Prozent der Deutschen angeben, eher oder sehr glücklich zu sein. Auch mit Blick auf die eigene Zukunft zeigt sich vergleichsweise viel Zuversicht: Im Dezember 2025 erwarteten 54 Prozent der Deutschen, dass das Jahr 2026 für sie persönlich ein gutes Jahr werden würde.
Deutlich zurückhaltender fällt jedoch die Einschätzung für das Land insgesamt aus. Nur 20 Prozent der Deutschen glaubten zum Jahresende 2025, dass 2026 ein gutes Jahr für Deutschland werden würde. Damit zeigt sich eine klare Diskrepanz zwischen der persönlichen Zuversicht vieler Menschen und ihrer Einschätzung der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung.
Der YouGov-Zukunftssensor misst seit Ende 2024, wie Bürgerinnen und Bürger in Deutschland in die Zukunft blicken. Der Zukunftssensor zeigt zweierlei: Erstens ist veränderbar, ob Menschen optimistisch oder pessimistisch in die Zukunft blicken. Rahmenbedingungen wie das Weltgeschehen, gesellschaftliche Entwicklungen und politische Ereignisse beeinflussen den Blick in die Zukunft schon kurzfristig. Zweitens befindet sich Deutschland in einem Stimmungstief: Mehr Bürgerinnen und Bürger blicken pessimistisch als optimistisch in die Zukunft. Und der Iran-Krieg hat die Stimmungslage noch einmal verschlechtert.
Ein Blick auf die Themen, die die Menschen derzeit besonders beschäftigen, zeigt mögliche Gründe für diese zurückhaltendere Einschätzung der gesellschaftlichen Entwicklung.
Ergebnisse aus der Behavior Change Studie von YouGov zeigen: Zu den wichtigsten gesellschaftlichen Sorgen zählen vor allem Fragen rund um Flüchtlinge und Einwanderung (37 Prozent), wirtschaftliche und budgetäre Entwicklungen (36 Prozent) sowie der Klimawandel (35 Prozent). Diese Themen werden von vielen Deutschen als zentrale Herausforderungen für das Land wahrgenommen.
Gleichzeitig zeigt sich auf individueller Ebene ein anderes Bild. Die Daten der Studie deuten darauf hin, dass viele Menschen mit verschiedenen Aspekten ihres persönlichen Lebens durchaus zufrieden sind. Am höchsten ist die Zufriedenheit mit dem persönlichen Gefühl für Sinn und Zweck im Leben (59 Prozent), mit Essgewohnheiten (57 Prozent) sowie mit Beziehungen und sozialen Verbindungen (56 Prozent).

Eher unzufrieden sind die Befragten mit dem Maß an körperlicher Aktivität (19 Prozent), mit dem eigenen Aussehen (17 Prozent) sowie mit Zeit und Raum, um zu lachen und um sich zu amüsieren (17 Prozent).
Um ihre Stimmung zu verbessern oder ihr Wohlbefinden zu steigern, greifen viele Deutsche auf vergleichsweise einfache und alltagsnahe Strategien zurück. Dazu zählen vor allem Bewegung und Sport (35 Prozent), Zeit mit Freunden oder Familie (31 Prozent) sowie bewusste Entspannungsmomente, etwa durch ein Bad oder eine Dusche (28 Prozent).

Petra Süptitz, Director Insights & Future Growth bei YouGov: „Insgesamt deutet sich damit ein Muster an: Während die gesellschaftliche und politische Entwicklung häufig mit Skepsis betrachtet wird, gelingt es vielen Menschen dennoch, im eigenen Alltag Quellen für Zufriedenheit und Wohlbefinden zu finden. Strategien wie körperliche Aktivität, soziale Kontakte und kleine Formen der Selbstfürsorge spielen dabei eine wichtige Rolle und können als Ausdruck individueller Resilienz in einem als unsicher wahrgenommenen Umfeld verstanden werden.“
Den Behaviour Change Report von YouGov können Sie hier erwerben.
Zur Methode:
Für den Ausblick auf 2026 wurden auf Basis von YouGov Surveys im Zeitraum 08.-16. Dezember 2025 insgesamt 1.101 Personen in Deutschland befragt. Die Stichprobe wurde nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, Wahlverhalten und politischem Interesse quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet.
Die Frage nach der derzeitigen Glücklichkeit wurde im Rahmen der YouGov Frage des Tages durchgeführt. Dafür wurden 7.672 Personen in Deutschland ab 18 Jahren vom 13.-15. März 2026 befragt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
Der YouGov Zukunftssensor wird im Omnibus Politik, der Mehrthemenbefragung für Fragestellungen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft, monatlich erhoben. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Wahlberechtigte in Deutschland.
Die YouGov Behavior Change Studie untersucht seit 2021 jährlich, wie sich das Einkaufsverhalten unter dem Einfluss wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und geopolitischer Veränderungen entwickelt. Hierfür werden 105.000 Shopper in bis zu 21 europäischen Ländern zu ihrem FMCG Kaufverhalten, ihren Bedürfnissen, Sorgen, Präferenzen und Strategien befragt, davon 750 in Deutschland. Die letzte Befragung fand im November 2025 statt.
