Zur Wahlabsicht im April 2026

Die YouGov Sonntagsfrage zeigt im April starke Veränderungen in der Wahlabsicht gegenüber dem Vormonat. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf die meisten Stimmen. Im Vergleich zum März gewinnt die AfD einen Prozentpunkt hinzu und liegt mit 27 Prozent zum ersten Mal seit September 2025 vorn in der Wählergunst.

Union und SPD kommen dagegen auf so niedrige Werte wie seit Jahren nicht mehr: CDU/CSU verlieren drei Prozentpunkte und kommen im April auf 23 Prozent. Dies ist für die Union der niedrigste in der YouGov Sonntagsfrage gemessene Wert seit Dezember 2021. Die SPD kommt im April auf 13 Prozent, ein Rückgang um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat. Zuletzt war die Wahlabsicht für die SPD im Dezember 2019 so niedrig.

Die Grünen gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und landen im April bei 14 Prozent. Auch die Linke gewinnt einen Prozentpunkt und kommt jetzt auf zehn Prozent.

FDP und BSW kommen im April auf je 4 Prozent. Für beide Parteien bedeutet dies ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber März. 5 Prozent der Wahlberechtigten würden für eine andere Partei („Sonstige“) stimmen, das ist ein Prozentpunkt weniger als im März.

Das ist das Ergebnis der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage, für die 1.763 von insgesamt 2.178 wahlberechtigten Befragungsteilnehmerinnen und -teilnehmern ihre Wahlabsicht angegeben haben. Die Wahlabsicht gehört laut DSGVO zu den sensiblen personenbezogenen Daten und kann aus diesem Grund in YouGov-Umfragen übersprungen werden. Die Befragung fand zwischen dem 10. und 13.04.2026 statt.

Vier von fünf Bürgerinnen und Bürgern sind unzufrieden mit der Bundesregierung

Die weit überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ist aktuell unzufrieden mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung. Im April geben 79 Prozent an, dass sie unzufrieden mit der Bundesregierung sind, nur noch 19 Prozent sind zufrieden. Zum Vergleich: Im Juni 2025, der ersten Messung der Zufriedenheit mit der schwarz-roten Bundesregierung seit ihrer Wahl, waren 55 Prozent unzufrieden und 38 Prozent zufrieden. Der Anteil der Bürgerinnen und Bürger, die zufrieden mit der Bundesregierung sind, hat sich damit seit Juni 2025 halbiert.

Im Vergleich zum März hat die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung besonders unter Wählerinnen und Wählern, die bei der Bundestagswahl 2025 CDU/CSU gewählt haben, zugenommen. Im März hielten sich zufriedene (48 Prozent) und unzufriedene (50 Prozent) Unionswählerinnen und -wähler ungefähr die Waage. Im April sind dagegen nur noch 34 Prozent der Unionswählerinnen und -wähler zufrieden mit der Bundesregierung, 65 Prozent sind unzufrieden.

Zum methodischen Vorgehen:

Diese Umfrage wurde von YouGov Deutschland als Eigenstudie im YouGov Omnibus Politik durchgeführt. Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des unternehmenseigenen YouGov Panels. Die Mitglieder des Panels haben der Teilnahme an Online-Interviews zugestimmt. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 10. bis 13.04.2026 insgesamt 2.178 Personen in einer repräsentativen Stichprobe, quotiert nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, politischem Interesse und Wahlverhalten, befragt. Die Stichprobe bildet die Wahlberechtigten Deutschlands ab 18 Jahren hinsichtlich dieser Quotenmerkmale ab.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

· Ergebnisse inkl. Erklärung der Methodik

· Informationen zum YouGov Omnibus Politik

· FAQ zur Wahlforschung bei YouGov

Wenn Sie mehr über Politik- und Meinungsforschung bei YouGov erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an.

Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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