Zur Wahlabsicht im Juni 2026 und zur Berichterstattung über die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko.
Der Höhenflug der AfD in der YouGov Sonntagsfrage geht weiter: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden im Juni 2026 29 Prozent der Wählerinnen und Wähler in Deutschland die AfD wählen (ein Plus von 1 Prozentpunkt im Vergleich zu Mai 2026). CDU/CSU verlieren 2 Prozentpunkte und kämen auf 20 Prozent – die Wahlabsicht für die Union ist damit so niedrig wie seit September 2021 nicht mehr. AfD und CDU/CSU liegen mit 9 Prozentpunkten historisch weit auseinander.
Die Grünen gewinnen 1 Prozentpunkt hinzu und kämen im Juni auf 14 Prozent. Die SPD verliert dagegen 1 Prozentpunkt und liegt nun bei 12 Prozent, so niedrig wie noch nie in der YouGov Sonntagsfrage. Die Linke gewinnt 1 Prozentpunkt hinzu und liegt nun gleichauf mit der SPD bei ebenfalls 12 Prozent.
Auch die FDP gewinnt 1 Prozentpunkt hinzu und käme nun auf 5 Prozent bei der Wahlabsicht der Deutschen. Das BSW käme im Juni unverändert auf 4 Prozent. Fünf Prozent der Wählerinnen und Wähler würden für eine andere Partei („Sonstige“) stimmen.
Das ist das Ergebnis der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage, für die 1.793 von insgesamt 2.154 wahlberechtigten Befragungsteilnehmerinnen und -teilnehmern ihre Wahlabsicht angegeben haben. Die Wahlabsicht gehört laut DSGVO zu den sensiblen personenbezogenen Daten und kann aus diesem Grund in YouGov-Umfragen übersprungen werden. Die Befragung fand zwischen dem 12. und 15.06.2026 statt.
Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine Fußball-Weltmeisterschaft ohne Politik
Zwei Drittel (65 Prozent) der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wünschen sich, dass die Fußball-Weltmeisterschaft und Politik strikt getrennt werden. Besonders Anhängerinnen und Anhänger von AfD (82 Prozent) und CDU/CSU (74 Prozent) teilen diese Meinung. Auch mehr als die Hälfte der SPD-Anhängerinnen und -Anhänger (55 Prozent) sind dieser Ansicht. Unter Anhängerinnen und Anhänger von Die Linke (41 Prozent) und den Grünen (34 Prozent) wünscht jeweils weniger als die Hälfte eine Trennung zwischen der WM und Politik.
Weniger als der Hälfte der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland (45 Prozent) ist wichtig, dass in der Berichterstattung über die Fußball-WM 2026 über das politische Geschehen in den Gastgeber-Ländern USA, Kanada und Mexiko berichtet wird. Fast genauso viele (41 Prozent) sind gegenteiliger Auffassung. Vor allem Anhängerinnen und Anhängern der Grünen (71 Prozent) und von Die Linke (60 Prozent) ist dies wichtig. Anhängerinnen und Anhänger der SPD (53 Prozent) und von CDU/CSU (47 Prozent) sind gespalten. Unter AfD-Anhängerinnen und -Anhängern (24 Prozent) möchte nur eine Minderheit, dass in der Berichterstattung zur Fußball-WM 2026 über das politische Geschehen in den Gastgeber-Ländern berichtet wird.
Zum methodischen Vorgehen:
Diese Umfrage wurde von YouGov Deutschland als Eigenstudie im YouGov Omnibus Politik durchgeführt. Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des unternehmenseigenen YouGov Panels. Die Mitglieder des Panels haben der Teilnahme an Online-Interviews zugestimmt. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 12. bis 15.06.2026 insgesamt 2.154 Personen in einer repräsentativen Stichprobe, quotiert nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, politischem Interesse und Wahlverhalten, befragt. Die Stichprobe bildet die Wahlberechtigten Deutschlands ab 18 Jahren hinsichtlich dieser Quotenmerkmale ab.
Weiterführende Informationen finden Sie hier:
· Ergebnisse inkl. Erklärung der Methodik
· Informationen zum YouGov Omnibus Politik
· FAQ zur Wahlforschung bei YouGov
Wenn Sie mehr über Politik- und Meinungsforschung bei YouGov erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an.
Foto: Chris Carlson/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

