41 Prozent der Schweizer Bevölkerung freuten sich im Vorfeld auf das Turnier in Nordamerika – mehr als in Deutschland +++ Private Viewing-Events dominieren geplantes Zuschauerverhalten
Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA läuft seit knapp zwei Wochen. Die Schweiz hat mittlerweile das Sechzehntelfinale sicher erreicht. Eine repräsentative Umfrage von YouGov Schweiz unter 1.008 Schweizerinnen und Schweizern zwischen dem 3. und 9. Juni 2026 zeigt, dass sich 41 Prozent der Schweizer Bevölkerung auf das Turnier freuten (15 Prozent „sehr", 26 Prozent „eher"). 53 Prozent gaben an, sich eher weniger oder überhaupt nicht darauf zu freuen. Dies zeigen Daten der neuen YouGov Schweiz Studie „Kick-Off 2026: Die Schweiz im WM-Fieber?“.
Damit war die Vorfreude grösser als in Deutschland: Im Nachbarland gaben 38 Prozent vor Turnierstart an, sich eher / sehr auf die WM zu freuen, 55 Prozent freuten sich eher weniger oder überhaupt nicht.
Deutliche Unterschiede nach Geschlecht und Alter
Die Begeisterung in der Schweiz variiert stark zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen: Männer zeigten mit 46 Prozent eine deutlich höhere Vorfreude als Frauen (37 Prozent). Besonders ausgeprägt ist die Begeisterung bei den 15- bis 29-Jährigen: In dieser Altersgruppe gaben Anfang Juni 63 Prozent an, sich auf die WM zu freuen. Bei den über 60-Jährigen waren es hingegen nur 30 Prozent.
Unter den Fussball-interessierten Schweizern ist die Stimmung erwartungsgemäss noch deutlich besser: 90 Prozent freuten sich vor dem Turnier auf die WM 2026, und nur 3 Prozent gaben an, sich überhaupt nicht zu freuen – im Vergleich zu 31 Prozent in der Gesamtbevölkerung.
Selektives Viewing-Verhalten: Fokus auf Schweizer Nati
Die konkreten Zuschaupläne bleiben selektiv: 31 Prozent der Befragten planen, ausschliesslich die Spiele der Schweizer Nationalmannschaft zu verfolgen, während 23 Prozent nur einzelne ausgewählte Partien sehen möchten. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) plant, gar keine WM-Spiele anzuschauen. Lediglich 10 Prozent geben an, alle oder die meisten Spiele verfolgen zu wollen.
Das Viewing findet dabei klar im privaten Umfeld statt: 62 Prozent unter jenen Befragten, die mindestens ein Spiel anschauen wollen, planen, die Spiele zuhause allein anzuschauen, 46 Prozent bei sich zuhause mit Freunden und 27 Prozent zuhause bei Freunden. Öffentliche Veranstaltungen wie Public Viewing (24 Prozent) oder (Sports-)Bars (19 Prozent) spielen eine deutlich kleinere Rolle.
Markenwahrnehmung: Coca-Cola und adidas führen
Bei der Wahrnehmung als offizielle Sponsoren oder Partner der WM 2026 lagen im Vorfeld des Turniers Coca-Cola (28 Prozent) und adidas (22 Prozent) an der Spitze, gefolgt von McDonald's (19 Prozent) und Qatar Airways (17 Prozent).
In puncto Glaubwürdigkeit im Fussball dominieren Sportmarken klar: adidas (60 Prozent), Nike (57 Prozent) und Puma (53 Prozent) führen das Ranking deutlich an – mit grossem Abstand vor Coca-Cola (22 Prozent).
Desinteresse als Hauptgrund für Nicht-Viewer
Unter denjenigen, die keine WM-Spiele anschauen wollen, dominiert fehlendes generelles Interesse als Hauptgrund (63 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgt die politische Situation in den USA (16 Prozent) sowie Kritik an der FIFA (14 Prozent). Andere Faktoren, wie das neue Turnierformat oder unattraktive Anstosszeiten, fallen kaum ins Gewicht.
«Die Schweizer Bevölkerung ging mit etwas mehr Optimismus in die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 als die deutsche. Jedoch: Die WM-Begeisterung in der Schweiz ist selektiv und konzentriert sich auf spezifische Zielgruppen. Das stark ausgeprägte private Viewing-Verhalten unterstreicht die Bedeutung digitaler Kanäle und gezielter Kampagnen im häuslichen Umfeld. Die hohen Glaubwürdigkeitswerte der Sportmarken sind ein deutlicher Hinweis darauf, wie wichtig Authentizität im Fussball- und Sport-Sponsoring ist», so Lydie Soulat, Director Marktforschung bei YouGov Schweiz.
Über die Studie:
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Schweiz Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden zwischen dem 3. und 9. Juni 2026 im Rahmen einer Omnibus-Studie von YouGov Schweiz insgesamt 1‘008 Personen in der Schweiz befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Sprachregion quotiert und die Ergebnisse anschliessend entsprechend gewichtet (inkl. Randsummengewichtung nach Haushaltsgrösse und Erwerbstätigkeit). Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in der Schweiz ab 15 Jahren.
