Eine neue Studie von YouGov Schweiz zeigt: 64 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen bereits 5G auf dem Handy. Besonders junge Menschen und Personen aus der Westschweiz haben Bedenken bezĂŒglich der Gesundheit

Der neue Mobilfunkstandard 5G hat sich in der Schweiz etabliert: Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Bevölkerung nutzen 5G bereits auf ihrem Handy. Dies zeigt eine reprÀsentative Studie des internationalen Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov Schweiz unter 1'008 Deutsch- und Westschweizerinnen und -schweizern im Alter von 18 bis 79 Jahren.

5G-Nutzung: Einkommensstarke und Vielreisende sind Vorreiter

Die Nutzung von 5G ist in der Schweizer Bevölkerung zwar weit verbreitet, zeigt aber deutliche Unterschiede: Personen mit hohem Haushaltseinkommen ĂŒber 10‘000 CHF pro Monat nutzen 5G signifikant hĂ€ufiger (73 Prozent) als Menschen mit tiefem Haushaltseinkommen bis 6‘000 CHF (56 Prozent) oder mittlerem Haushaltseinkommen zwischen 6‘001 und 10'000 CHF (63 Prozent). Auch bei Personen, denen Internet im Ausland wichtig ist, liegt die 5G-Nutzung signifikant höher als bei jenen, fĂŒr die Auslands-Internet keine PrioritĂ€t hat.

Zwischen MĂ€nnern und Frauen gibt es keine signifikanten Unterschiede bei der 5G-Nutzung. Auch Ă€ltere Personen sind gut angebunden – selbst in der Altersgruppe ab 60 Jahren nutzen noch 56 Prozent den neuen Mobilfunkstandard, auch wenn die Nutzung hier signifikant tiefer liegt als bei jĂŒngeren Befragten (69 Prozent der 18- bis 44-JĂ€hrigen).

Ein FĂŒnftel der Schweizer Bevölkerung (18 Prozent) nutzt 5G derzeit nicht.

Geschwindigkeit als Hauptassoziation, bei Nutzern besonders ausgeprÀgt

5G wird in der Bevölkerung am hÀufigsten mit Geschwindigkeit assoziiert (39 Prozent). Diese positive Verbindung ist unter den Nutzerinnen und Nutzern von 5G besonders stark ausgeprÀgt (44 Prozent).

Unter Nicht-Nutzern zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Ein Viertel (25 Prozent) assoziiert 5G mit Gesundheitsrisiken. Bei den Nutzern ist diese negative Assoziation mit 13 Prozent deutlich schwÀcher vertreten.

Gesundheitsbedenken bleiben Thema, besonders bei Jungen und in der Westschweiz

Trotz der breiten Nutzung sind Bedenken bezĂŒglich der Gesundheit noch immer weit verbreitet: Ein Viertel (24 Prozent) der Befragten schĂ€tzt 5G als eher/sehr schĂ€dlich fĂŒr die menschliche Gesundheit ein. Nur 13 Prozent sind hingegen davon ĂŒberzeugt, dass 5G sicher nicht schĂ€dlich ist.

Überraschend: Die grössten Bedenken gibt es in der jĂŒngsten Altersgruppe der 18- bis 29-JĂ€hrigen (33 Prozent halten 5G fĂŒr schĂ€dlich) – signifikant höher als in allen anderen Altersgruppen. Auch bei Personen aus der Westschweiz sind die Sorgen besonders ausgeprĂ€gt: Rund vier von zehn Personen (38 Prozent) schĂ€tzen 5G als gesundheitsschĂ€dlich ein (vs. 20 Prozent in der Deutschschweiz).

Die Gesundheitsbedenken haben direkten Einfluss auf das Nutzungsverhalten: Personen, die 5G als schÀdlich erachten, nutzen die Technologie signifikant seltener: WÀhrend nur 45 Prozent dieser Gruppe 5G nutzen, sind es 77 Prozent Nutzer unter denjenigen, die 5G nicht als schÀdlich ansehen.

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«5G ist in der Schweiz angekommen, aber das Vertrauen hinkt noch hinterher. Beinahe ein Viertel der Bevölkerung hĂ€lt 5G fĂŒr gesundheitsschĂ€dlich – bei jungen Menschen und Personen aus der Westschweiz sind es sogar noch mehr. Diese Bedenken sind nicht nur ein Kommunikationsproblem, sondern haben reale Auswirkungen: Sie halten Menschen aktiv von der Nutzung ab. Die Branche muss hier mit Fakten und Transparenz gegensteuern.»

Inna Becher
Head of Real Estate, Industries & Telecommunications bei YouGov Schweiz

Zur Methode:

Die Daten dieser Befragungen basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Schweiz Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. FĂŒr diese Befragung wurden zwischen dem 3. bis 9. Juni 2026 im Rahmen einer Omnibus-Studie von YouGov Schweiz insgesamt 1‘008 Personen in der Schweiz befragt. Die Erhebungen wurden nach Alter, Geschlecht und Sprachregion quotiert und die Ergebnisse anschliessend entsprechend gewichtet (inkl. Randsummengewichtung nach Haushaltsgrösse und ErwerbstĂ€tigkeit). Die Ergebnisse sind reprĂ€sentativ fĂŒr die Wohnbevölkerung in der Deutsch- und Westschweiz zwischen 18 und 79 Jahren.

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