Aktuelle YouGov-Daten (März 2026) zum Thema Mobilfunk und Smartphones

Satelliteninternet, Künstliche Intelligenz, High-End-Spezifikationen wie innovative Kameras oder Schnellladen – wer sich anno 2026 nach einem neuen Smartphone umschaut, findet nicht nur neue Hardware-Trends und aufstrebende Marken, sondern auch eine neue Ära des Mobilfunks vor.

Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage plant ein Viertel (25 Prozent) der deutschen Verbraucher, in den nächsten 12 Monaten ein neues Smartphone für die private Nutzung zu kaufen.

Doch welche Technologie überzeugt die deutschen Verbraucher? Was entscheidet den Neukauf, und welche Kriterien motivieren aktuell zu einem Markenwechsel? YouGov-Daten zeigen, dass KI-Funktionen für künftige Smartphone-Käufer überdurchschnittlich relevant sind, dass der Preis in der Zielgruppe eine etwas geringere Rolle spielt, und welche Marken bei einem Neukauf aktuell in Frage kommen.

Technik-Upgrade und Innovation beim Neukauf im Fokus

Der regelmäßige Smartphone-Wechsel ist heute der Standard: Laut YouGov-Umfrage nutzen die meisten Deutschen (37 Prozent) ihr aktuelles privates Smartphone seit 1-2 Jahren, die wenigsten seit mehr als 4 Jahren (17 Prozent). Als Gründe für einen Neukauf nennen sie dabei am häufigsten Akkuschwäche (34 Prozent) und bessere Hardware (z. B. Speicher, Display, Prozessor; 34 Prozent), gefolgt von einem allgemeinen Interesse, ein neues Smartphone zu besitzen (25 Prozent), sowie eine bessere Kamera (24 Prozent). Erst an fünfter Stelle steht die Vertragsänderung- bzw. verlängerung (14 Prozent).

Der Wunsch nach neuster Technik scheint beim Smartphone-Kauf der Deutschen also grundsätzlich groß zu sein. Daten des Zielgruppensegmentierungstools YouGov Profiles zeigen, dass die künftigen Neukäufer überdurchschnittlich häufig über sich sagen, zu den ersten in ihren Freundeskreisen zu gehören, die neue Technologie und Services/Apps ausprobieren (41 vs. 21 Prozent der Gesamtbevölkerung). Auch sind sie häufiger bereit, mehr Geld für 5G-Technologie zu zahlen (28 vs. 16 Prozent).

Die Technologie-Affinität derjenigen, die planen, in den nächsten 12 Monaten, ein neues Smartphone für die private Nutzung zu kaufen, zeichnet sich auch in den abgefragten Auswahlkriterien für ein neues Smartphone ab: Die Relevanz von Funktionen mit künstlicher Intelligenz (KI) liegt in der Zielgruppe mit 53 Prozent weit über dem Schnitt in der Gesamtbevölkerung (+16 Prozentpunkte, 37 Prozent).

Ebenfalls beliebter unter den künftigen Neukäufern ist das faltbare Display (23 vs. 12. Prozent). Der Preis spielt in der Zielgruppe immer noch eine große Rolle (87 Prozent), jedoch eine geringere als in der Gesamtbevölkerung (90 Prozent).

KI-Funktionen werden nicht nur wichtiger, sondern kaufentscheidend

Wie wichtig KI-Funktionen bei der künftigen Smartphone-Wahl sind, zeigt sich an ihrer flächendeckend hohen Relevanz in der Zielgruppe: In allen abgefragten Anwendungsbereichen liegt ihre Bedeutung unter künftigen Neukäufern mindestens zehn Prozentpunkte über dem Niveau der Gesamtbevölkerung. Entsprechend bewertet jeweils eine Mehrheit der Zielgruppe nahezu jede KI-Funktion (mit Ausnahme von KI-gestützten Barrierefreiheitsfunktionen, 49 Prozent) als wichtiges Feature eines neuen Smartphones.

Besonders gefragt sind KI-gestützte Funktionen rundum Sicherheit (70 vs. 59 Prozent der Gesamtbevölkerung), Akkulaufzeit (63 vs. 51 Prozent) und Suche (60 vs. 46 Prozent), gefolgt von Bild- und Videobearbeitung (58 vs. 43 Prozent) und Live-Übersetzung (55 vs. 43 Prozent).

Hohe Wechselbereitschaft unter jungen Verbrauchern Chancen für Xiaomi und Google Pixel

Motivieren die aktuellen Entwicklungen im Mobilfunkmarkt zu einem Markenwechsel, und welche Marken profitieren besonders?

Laut YouGov-Umfrage sind 53 Prozent der zukünftigen Neukäufer offen für einen Markenwechsel. Die potenziellen Markenwechsler sind überdurchschnittlich jung – insgesamt 58 Prozent von ihnen sind Gen Z oder Millennials.

Für diese Zielgruppe gehören vernetzte Technologien zum Alltag: Sie besitzt zusätzlich zu ihrem Smartphone häufiger Smart-Home-Geräte (20 vs. 17 Prozent; der Anteil steigt auf 26 Prozent unter denjenigen, die sich sicher sind, dass sie die Marke wechseln werden) und Wearables (83 vs. 71 Prozent). Die Zielgruppe empfindet öfter, dass Technologie ihr Leben einfacher macht (87 vs. 78 Prozent), und zeichnet sich auch durch eine gemäßigtere Haltung zum Datenschutz aus.

Von dem Momentum profitieren könnten laut YouGov-Umfragedaten insbesondere Xiaomi und Google Pixel.

Während 10 Prozent aller Befragten aktuell ein Xiaomi-Smartphone nutzen, kommt der Hersteller aus China für 20 Prozent der zukünftigen Neukäufer in Frage, die offen für einen Markenwechsel sind. 4 Prozent der Befragten nutzen aktuell ein Smartphone von Google Pixel, 22 Prozent der potenziellen Wechsler würden Google Pixel bei ihrem nächsten Kauf in Betracht ziehen.

Mit Blick auf die abgefragten Auswahlkriterien zeigt sich dabei: Die Wahl von Google Pixel wird überdurchschnittlich stark von „KI-Funktionen“ getrieben (28 vs. 22 Prozent). Während das Kriterium „mehrjährige Sicherheitsupdates“ etwas häufiger zur Wahl von Samsung führt (32 vs. 30 Prozent) – der Hersteller aus Südkorea kommt für 30 Prozent der Wechsler in Frage – beeinflussen „Empfehlungen durch Freunde und Familie“ insbesondere die Wahl von Apple (26 vs. 22 Prozent).

Ein Markt im Wandel

Insgesamt zeigt sich: Der Smartphone-Kauf im Jahr 2026 ist stark von Innovationen geprägt. KI-Funktionen entwickeln sich zu einem wichtigen Auswahlkriterium und beeinflussen die Markenloyalität. Die hohe Wechselbereitschaft unter jungen, technologieorientierten Verbrauchern verschärft den Wettbewerb zwischen den Herstellern.

Methode:

Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf YouGov Surveys und YouGov Profiles. Die Daten der Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Im Zeitraum vom 10.- 12- März 2026 wurden insgesamt 2.045 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

YouGov Profiles basiert auf einer kontinuierlich erhobenen Datenquelle aus fortlaufenden Online-Umfragen mit registrierten YouGov-Panelteilnehmern. Datensätze werden wöchentlich aktualisiert und umfassen jeweils 52 Wochen. Die Erhebung wird nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren. Ausgewerteter Datensatz vom 15. März 2026.

Definition der Generationen: Gen Z (1997 oder später), Millennials (1981-1996), Gen X (1965-1980) und Boomer+ (vor 1964).

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