YouGov-Studie zeigt geteiltes Stimmungsbild – Jüngere und Männer deutlich enthusiastischer
Die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA wirft ihre Schatten voraus – doch die Vorfreude in Deutschland hält sich in Grenzen. Laut dem Mini-Report von YouGov „Kick-Off 2026: Deutschland im WM-Fieber?“ freuen sich nur 38 Prozent der Deutschen auf das Turnier, während 36 Prozent angeben, sich überhaupt nicht darauf zu freuen.
Deutliche Unterschiede nach Geschlecht und Alter
Die Begeisterung für die WM 2026 ist ungleich verteilt: Während sich 48 Prozent der Männer auf das Turnier freuen, sind es bei den Frauen nur 28 Prozent. Besonders enthusiastisch zeigen sich die 18- bis 24-Jährigen mit 51 Prozent Vorfreude. Im Gegensatz dazu empfinden 61 Prozent der über 55-Jährigen (eher) keine Vorfreude auf die Weltmeisterschaft.
Bei Fußball-Interessierten ist die Stimmung erwartungsgemäß deutlich besser: 75 Prozent dieser Zielgruppe freuen sich auf die WM – 34 Prozent sogar sehr. Nur 6 Prozent der Fußball-Fans zeigen kein Interesse am Turnier.

Selektives Viewing-Verhalten dominiert
Die Viewing-Pläne der Deutschen konzentrieren sich auf ausgewählte Highlights: 18 Prozent planen, die Spiele der deutschen Nationalmannschaft zu verfolgen, 15 Prozent wollen die meisten Spiele sehen und 14 Prozent einzelne ausgewählte Partien. Nur 3 Prozent geben an, jedes Spiel verfolgen zu wollen.
Das Zuschauen findet überwiegend im privaten Rahmen statt: 60 Prozent planen, die WM-Spiele allein zuhause zu verfolgen, 46 Prozent gemeinsam mit Freunden zuhause und 31 Prozent bei Freunden.
Öffentliche Viewing-Angebote spielen eine deutlich geringere Rolle – nur 16 Prozent planen den Besuch von Public-Viewing-Events, jeweils 14 Prozent wollen in Bars, Kneipen oder Biergärten schauen.
Desinteresse als Hauptgrund für Nicht-Viewing
Von denjenigen, die keine WM-Spiele schauen wollen, nennen 16 Prozent generelles Desinteresse an der Fußball-WM als Hauptgrund. Die politische Situation in den USA spielt mit 9 Prozent eine eher untergeordnete Rolle. Das neue Turnierformat mit mehr Mannschaften sowie unattraktive Anstoßzeiten aufgrund von Zeitverschiebungen werden jeweils nur von 3 Prozent als Grund genannt.
Markenwahrnehmung: adidas und Coca-Cola führen
Bei der Wahrnehmung offizieller Sponsoren liegen adidas (26,8 Prozent) und Coca-Cola (26,7 Prozent) nahezu gleichauf an der Spitze. Dahinter folgen die Deutsche Telekom (19,4 Prozent), McDonald's (17,7 Prozent) und Nike (16,8 Prozent).
"Die Daten zeigen ein verhaltenes Stimmungsbild in Deutschland. Marken stehen vor der Aufgabe, Zielgruppen gezielt und datenbasiert zu aktivieren. Insbesondere jüngere Zielgruppen und Männer bieten Potenzial für gezielte Kampagnen rund um die WM 2026.“
Über die Studie:
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews auf Basis von YouGov Surveys mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 28. und 29.04.2026 insgesamt 2.134 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

