Zur Wahlabsicht im März 2026 und zum Iran-Krieg

CDU/CSU und AfD liegen in der Wählergunst weiterhin gleichauf: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen beide auf 26 Prozent. CDU/CSU und AfD gewinnen im Vergleich zum Februar jeweils einen Prozentpunkt hinzu.

Die SPD verliert gegenüber Februar zwei Prozentpunkte und kommt nun auf 14 Prozent. Die Grünen gewinnen nach ihrem Erfolg bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg zwei Prozentpunkte hinzu und landen im März bei 13 Prozent. Dies ist der höchste Wert für die Grünen seit über einem Jahr (17. bis 20.02.2025: 13 Prozent). Die Linke verliert einen Prozentpunkt und landet aktuell bei 9 Prozent.

Die FDP steht im März bei 3 Prozent, das ist ein Prozentpunkt weniger als im Februar. Das BSW kommt ebenfalls auf 3 Prozent, auch einen Prozentpunkt weniger als im Vormonat. 6 Prozent der Wahlberechtigten würden für eine andere Partei („Sonstige“) stimmen.

Das ist das Ergebnis der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage, für die 1.851 von insgesamt 2.248 wahlberechtigten Befragungsteilnehmerinnen und -teilnehmern ihre Wahlabsicht angegeben haben. Die Wahlabsicht gehört laut DSGVO zu den sensiblen personenbezogenen Daten und kann aus diesem Grund in YouGov-Umfragen übersprungen werden. Die Befragung fand zwischen dem 13. und 16.03.2026 statt.

Bürgerinnen und Bürger sind gegen den Iran-Krieg und lehnen Nutzung von US-Militärbasen für Einsätze im Iran ab

Seit dem 28.02.2026 führen die USA, Israel und der Iran Krieg. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland lehnt diesen Krieg ab. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) hält den Krieg für überhaupt nicht oder eher nicht gerechtfertigt, nur 27 Prozent sind der Meinung, dass er eher oder voll und ganz gerechtfertigt ist. Am meisten Unterstützung für den Krieg gibt es unter Wählerinnen und Wählern von CDU/CSU (gerechtfertigt: 38 Prozent, nicht gerechtfertigt: 49 Prozent) und AfD (gerechtfertigt: 33 Prozent, nicht gerechtfertigt: 47 Prozent).

Eine knappe Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger ist dagegen, dass die USA Militäreinrichtungen in Deutschland für Einsätze im Iran nutzt: 53 Prozent lehnen dies ab, 20 Prozent befürworten dies. 18 Prozent enthalten sich, 10 Prozent sind unentschieden. Unter Wählerinnen und Wählern von Linke (Ablehnung: 72 Prozent, Befürwortung: 7 Prozent) und BSW (Ablehnung: 69 Prozent, Befürwortung: 7 Prozent) sind besonders viele dagegen, dass die USA Militäreinrichtungen in Deutschland für Einsätze im Iran nutzen. Wählerinnen und Wähler von CDU/CSU (Ablehnung: 40 Prozent, Befürwortung: 31 Prozent) und AfD (Ablehnung: 55 Prozent, Befürwortung: 22 Prozent) sind offener dafür – allerdings ist auch in diesen Wählergruppen die Ablehnung größer als die Zustimmung.

Bürgerinnen und Bürger erwarten Auswirkungen auf Energieversorgung und Lebenshaltungskosten

Bürgerinnen und Bürger erwarten nicht, dass der Iran-Krieg ein schnelles Ende findet. Nur 4 Prozent glauben, dass der Krieg innerhalb eines Monats beendet sein wird. 16 Prozent erwarten, dass er ein bis weniger als 3 Monate dauern wird, 15 Prozent gehen von einer Dauer von 3 bis weniger als 6 Monaten aus. 17 Prozent glauben, der Krieg wird zwischen 6 Monaten und einem Jahr dauern. Fast ein Fünftel (18 Prozent) glaubt sogar, dass der Krieg länger als ein Jahr dauern wird. Rund ein Drittel (30 Prozent) ist unentschlossen.

Die Mehrheit der deutschen Bürgerinnen und Bürger glaubt, dass der Iran-Krieg große Auswirkungen auf die Energieversorgung in Deutschland (70 Prozent) und die Lebenshaltungskosten (68 Prozent) haben wird. 62 Prozent glauben, dass der Krieg große Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands haben wird. Rund die Hälfte (51 Prozent) erwartet große Auswirkungen im Bereich Migration. Große Auswirkungen auf die Sicherheit in Deutschland (38 Prozent) und den gesellschaftlichen Zusammenhalt (26 Prozent) erwarten dagegen weniger Bürgerinnen und Bürger.

Zum methodischen Vorgehen: 

Diese Umfrage wurde von YouGov Deutschland als Eigenstudie im YouGov Omnibus Politik durchgeführt. Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des unternehmenseigenen YouGov Panels. Die Mitglieder des Panels haben der Teilnahme an Online-Interviews zugestimmt. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 13. bis 16.03.2026 insgesamt 2.248 Personen in einer repräsentativen Stichprobe, quotiert nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, politischem Interesse und Wahlverhalten, befragt. Die Stichprobe bildet die Wahlberechtigten Deutschlands ab 18 Jahren hinsichtlich dieser Quotenmerkmale ab.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

Wenn Sie mehr über Politik- und Meinungsforschung bei YouGov erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an.

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