Zur Wahlabsicht im Mai 2026, zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung und zur Zustimmung mit der Amtsführung Friedrich Merz‘ sowie zur Zustimmung zur Brandmauer.

Die AfD baut ihren Vorsprung in der YouGov Sonntagsfrage aus: Wenn am Sonntag nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD aktuell auf 28 Prozent (ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber April 2026) und läge damit sechs Prozentpunkte vor der Union. Mit 22 Prozent notieren CDU/CSU einen Prozentpunkt niedriger als noch im April – das ist so niedrig wie seit September 2021 nicht mehr.

SPD und Grüne kommen auf je 13 Prozent. Der Wert der SPD bleibt damit unverändert gegenüber April, die Grünen gewinnen einen Prozentpunkt hinzu. Die Linke gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und kommt nun auf 11 Prozent.

FDP und BSW kommen im Mai auf je 4 Prozent, jeweils unverändert gegenüber April. Fünf Prozent der Wahlberechtigten würden für eine andere Partei („Sonstige“) stimmen.

Das ist das Ergebnis der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage, für die 1.783 von insgesamt 2.179 wahlberechtigten Befragungsteilnehmerinnen und -teilnehmern ihre Wahlabsicht angegeben haben. Die Wahlabsicht gehört laut DSGVO zu den sensiblen personenbezogenen Daten und kann aus diesem Grund in YouGov-Umfragen übersprungen werden. Die Befragung fand zwischen dem 08. und 11.05.2026 statt.

Friedrich Merz verliert an Rückhalt im eigenen Lager

Die schwarz-rote Koalition befindet sich in unruhigem Fahrwasser. Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung ist gering: Im Mai sind 16 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland mit ihrer Arbeit zufrieden, 82 Prozent sind unzufrieden. Im April waren noch 19 Prozent zufrieden und 79 Prozent unzufrieden. 67 Prozent sind der Meinung, dass die Koalition (eher) schlecht zusammenarbeitet, nur 10 Prozent glauben, dass sie (eher) gut zusammenarbeitet. 16 Prozent glauben, dass weder das eine noch das andere zutrifft, und 8 Prozent sind unentschieden.

Friedrich Merz verliert gegenüber April an Zustimmung: Aktuell bewerten 15 Prozent die Arbeit von Friedrich Merz als gut, das sind 5 Prozentpunkte weniger als im April. Vier von fünf (81 Prozent) finden, dass Friedrich Merz schlechte Arbeit macht, 6 Prozentpunkte mehr als noch im April. Unter Wählerinnen und Wählern der Union (38 Prozent bewerten Friedrich Merz‘ Arbeit als gut, 8 Prozentpunkte weniger als im April) sowie unter jenen der SPD (16 Prozent bewerten Friedrich Merz‘ Arbeit als gut, 8 Prozentpunkte weniger als im April) verliert Friedrich Merz gegenüber April besonders an Zustimmung.

Zustimmung zur Brandmauer geht zurück – vor allem unter Unionswählerinnen und -wählern

Alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien schließen Koalitionen mit der AfD sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene aus. Bürgerinnen und Bürger sind hinsichtlich dieser Praxis gespalten: 46 Prozent finden dies richtig, 41 Prozent finden dies falsch. 13 Prozent sind unentschieden. Gegenüber Februar 2025 (Befragung vom 31.01.-04.02.2025) finden weniger Bürgerinnen und Bürger die Brandmauer richtig: Damals fanden es 54 Prozent richtig, dass die anderen im Bundestag vertretenen Parteien Koalitionen mit der AfD ablehnen, 37 Prozent fanden dies falsch. 9 Prozent waren damals unentschieden.

Die Zustimmung zur Brandmauer ist unter Wählerinnen und Wählern von SPD (74 Prozent, 3 Prozentpunkte mehr als im Februar 2025), den Grünen (89 Prozent, 3 Prozentpunkte mehr als im Februar 2025) und der Linken (76 Prozent, 9 Prozentpunkte mehr als im Februar 2025) angestiegen. Unter Wählerinnen und Wähler der Union ist jede und jeder Zweite (50 Prozent) für die Brandmauer – damit sinkt die Zustimmung um 9 Prozentpunkte (59 Prozent im Februar 2025).

Zum methodischen Vorgehen:

Diese Umfrage wurde von YouGov Deutschland als Eigenstudie im YouGov Omnibus Politik durchgeführt. Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des unternehmenseigenen YouGov Panels. Die Mitglieder des Panels haben der Teilnahme an Online-Interviews zugestimmt. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 08. bis 11.05.2026 insgesamt 2.179 Personen in einer repräsentativen Stichprobe, quotiert nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, politischem Interesse und Wahlverhalten, befragt. Die Stichprobe bildet die Wahlberechtigten Deutschlands ab 18 Jahren hinsichtlich dieser Quotenmerkmale ab.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

· Ergebnisse inkl. Erklärung der Methodik

· Informationen zum YouGov Omnibus Politik

· FAQ zur Wahlforschung bei YouGov

Wenn Sie mehr über Politik- und Meinungsforschung bei YouGov erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an.

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