Zur Wahlabsicht im Juli 2026 und zum Reformpaket der Bundesregierung
Die AfD bleibt stärkste Kraft in der YouGov Sonntagsfrage: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden im Juli 2026 27 Prozent der Wählerinnen und Wähler in Deutschland die AfD wählen, Das bedeutet ein Minus von 2 Prozentpunkten gegenüber Juni 2026. CDU/CSU kommen aktuell unverändert auf 20 Prozent. Der Abstand zwischen AfD und CDU/CSU verringert sich damit auf 7 Prozentpunkte.
Die Grünen liegen auf Platz 3 und stehen unverändert bei 14 Prozent. Die SPD und Die Linke liegen gleichauf bei 12 Prozent, ebenfalls ohne Veränderung zum Vormonat.
Keine Veränderung auch bei FDP und BSW: Die FDP bleibt bei 5 Prozent, das BSW kommt unverändert auf 4 Prozent. 6 Prozent der Wählerinnen und Wähler würden für eine andere Partei („Sonstige“) stimmen.
Das ist das Ergebnis der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage, für die 1.827 von insgesamt 2.230 wahlberechtigten Befragungsteilnehmerinnen und -teilnehmern ihre Wahlabsicht angegeben haben. Die Wahlabsicht gehört laut DSGVO zu den sensiblen personenbezogenen Daten und kann aus diesem Grund in YouGov-Umfragen übersprungen werden. Die Befragung fand zwischen dem 10. und 13.07.2026 statt. Die Fehlertoleranz für die Sonntagsfrage (n=1.827) beträgt für einen Anteilswert von 50 % +/-2,29 Prozentpunkte und für einen Anteilswert von 5 % +/-1 Prozentpunkt.
Drei von vier Bürgerinnen und Bürger glauben, dass sich Deutschland in die falsche Richtung entwickelt
Drei von vier Bundesbürgerinnen und -bürgern (74 Prozent) denken, dass sich Deutschland generell in die falsche Richtung entwickelt. Besonders Wählerinnen und Wähler der AfD (93 Prozent) und Die Linke (84 Prozent) sind dieser Überzeugung. Aber auch unter Wählerinnen und Wählern der Grünen (69 Prozent), der SPD (63 Prozent) und der Union (58 Prozent) ist jeweils eine Mehrheit der Meinung, dass die Richtung der Entwicklung in Deutschland nicht stimmt.
Mehrheit findet, dass Deutschland tiefgreifende Reformen braucht, aber zweifelt am Reformpaket der Bundesregierung
Jede und jeder Zweite (55 Prozent) in Deutschland findet, dass das Land tiefgreifende Reformen benötigt. In allen Wählergruppen ist eine Mehrheit dieser Meinung (AfD: 67 Prozent, CDU/CSU: 57 Prozent, Die Linke: 55 Prozent, Die Grünen: 50 Prozent, SPD: 49 Prozent).
Trotzdem: Die Unterstützung für das Reformpaket der Bundesregierung ist gering. Nur jede und jeder Zehnte (13 Prozent) ist der Meinung, dass das Reformpaket notwendig ist und Unterstützung verdient. 27 Prozent finden, dass die Reformen grundsätzlich notwendig sind, aber haben Zweifel an der Umsetzung. Fast die Hälfte der Bundesbürgerinnen und -bürger (45 Prozent) ist der Meinung, dass die Reformen in die falsche Richtung gehen. 9 Prozent können die Reformen noch nicht beurteilen und 5 Prozent sind unentschieden bzw. machen keine Angabe.
Besonders AfD-Wählerinnen und -wähler (65 Prozent) und Linke-Wählerinnen und -wähler (64 Prozent) sind der Meinung, dass das Reformpaket in die falsche Richtung geht. Unter Wählerinnen und Wähler der Grünen (44 Prozent) und SPD (40 Prozent) ist die Ablehnung geringer, unter Wählerinnen und Wähler von CDU/CSU (30 Prozent) glaubt knapp jede und jeder Dritte, dass die Reformen in die falsche Richtung gehen.
Zum methodischen Vorgehen:
Diese Umfrage wurde von YouGov Deutschland als Eigenstudie im YouGov Omnibus Politik durchgeführt. Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des unternehmenseigenen YouGov Panels. Die Mitglieder des Panels haben der Teilnahme an Online-Interviews zugestimmt. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 10. bis 13.07.2026 insgesamt 2.230 Personen in einer repräsentativen Stichprobe, quotiert nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, politischem Interesse und Wahlverhalten, befragt. Die Stichprobe bildet die Wahlberechtigten Deutschlands ab 18 Jahren hinsichtlich dieser Quotenmerkmale ab. Die Fehlertoleranz für die Gesamtstichprobe (n=2.230) beträgt für einen Anteilswert von 50% +/-2,08 Prozentpunkte und für einen Anteilswert von 5% +/-0,9 Prozentpunkte.
Weiterführende Informationen finden Sie hier:
· Ergebnisse inkl. Erklärung der Methodik
· Informationen zum YouGov Omnibus Politik
· FAQ zur Wahlforschung bei YouGov
Wenn Sie mehr über Politik- und Meinungsforschung bei YouGov erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an.
Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk

