Bevor der Ball in wenigen Wochen wieder in der Bundesliga rollt, wirft YouGov Sport einen Blick auf die Wahrnehmung der Clubs im ersten Halbjahr 2026. Die zweite Ausgabe des Brand Health- & Buzz-Rankings zeigt, welche Vereine ihre Markenstärke steigern konnten, welche Clubs besonders im Gespräch waren und wie sich die Wahrnehmung gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 verändert hat.
Welche Faktoren beeinflussen die Markenwahrnehmung eines Fußballclubs?
Die Wahrnehmung eines Fußballclubs wird von zahlreichen Faktoren geprägt. Neben den sportlichen Leistungen beeinflussen unter anderem die Vereinsführung, die Fankultur, die Tradition sowie die mediale Berichterstattung das Image eines Clubs.
Grundlage der Analyse ist der YouGov FootballIndex, der die Markenstärke von Fußballclubs kontinuierlich misst.
Die Auswertung basiert auf Daten aus dem Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2026. Berücksichtigt wurden Personen mit einem hohen Interesse an der Bundesliga (Top-2-Interesse).
FC Bayern München verteidigt die Spitzenposition
Wie bereits bei der Erstauflage im Januar belegt der FC Bayern München sowohl im Brand Health- als auch im Buzz-Ranking den ersten Platz.
Der Gewinn des Doubles sowie der Einzug ins Halbfinale der UEFA Champions League wirken sich auch auf die Markenwahrnehmung aus: Der Rekordmeister konnte seinen Brand-Health-Score um 5,1 Punkte auf 49,9 steigern und verzeichnet mit einem Plus von 8,7 Punkten auf 31,9 auch die größte Verbesserung im Buzz-Ranking. Damit festigt der FC Bayern seine Spitzenposition in beiden Rankings.

SC Freiburg und VfB Stuttgart zählen zu den größten Gewinnern
Der sportliche Erfolg auf dem Rasen spiegelt sich auch bei drei Teams aus Baden-Württemberg wider.
Besonders deutlich fällt die positive Entwicklung beim SC Freiburg aus. Nach dem sensationellen Einzug ins Europa-League-Finale verbessert sich der Club im Brand Health-Ranking von Platz 7 auf Platz 4 und steigert seinen Brand-Health-Score um 0,8 Punkte auf 11,0. Im Buzz-Ranking gelingt sogar ein Sprung um vier Plätze auf Rang 3. Dort legt der Club um 4,5 Punkte auf 10,2 zu und zählt damit zu den größten Gewinnern des Halbjahres.
Auch der VfB Stuttgart profitiert von einer erfolgreichen Saison: Nach dem erneuten Erreichen des DFB-Pokalfinales und der Qualifikation für die Champions League verbessert sich der Club im Brand Health-Ranking um einen Platz auf Rang 3. Der Brand-Health-Score steigt dabei um 3,1 Punkte auf 17,9. Noch stärker fällt die Entwicklung im Buzz-Ranking aus: Mit einem Plus von 4,3 Punkten auf 12,1 klettert der VfB auf Rang 2. Besonders positiv bewerten die Befragten das Personal, die Spielweise sowie die Fankultur des Vereins.
Ebenfalls zulegen kann die TSG Hoffenheim. Die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb zahlt insbesondere auf die öffentliche Aufmerksamkeit ein. Im Buzz-Ranking verbessert sich der Club von Platz 16 auf Rang 9 und steigert seinen Buzz-Score um 2,4 Punkte auf 3,4. Auch im Brand Health-Ranking zählt Hoffenheim mit einem Plus von 3,9 Punkten auf −2,6 zu den größten Gewinnern, verbleibt jedoch auf Rang 17.
Eintracht Frankfurt verliert deutlich an Wahrnehmungsdynamik
Für Eintracht Frankfurt endet eine insgesamt enttäuschende Saison mit dem Verpassen des Europapokals. Auch das medial viel beachtete, sportlich jedoch nicht erfolgreiche Engagement von Albert Riera wirkt sich auf die Wahrnehmung des Clubs aus. Im Brand Health-Ranking fällt die SGE von Platz 3 auf Rang 5 zurück, der Brand-Health-Score sinkt dabei um 7,6 Punkte auf 10,6 – Ausschlaggebend ist unter anderem eine schwächere Bewertung des Managements. Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung im Buzz-Ranking: Hier verliert Frankfurt elf Plätze und landet auf Rang 15. Parallel dazu geht der Buzz-Score um 7,9 Punkte auf 0,9 zurück. Damit verzeichnet die Eintracht in beiden Rankings die stärksten Verluste unter den Vereinen in der oberen Tabellenhälfte.

Absteiger verlieren an Markenstärke
Enttäuschend verlief die Saison 2025/26 auch für die Absteiger FC St. Pauli und VfL Wolfsburg. Während die Hamburger im Brand Health-Ranking um zwei Plätze auf Rang 11 (Brand-Health-Score sinkt um 34,5 Punkte auf 4,2) und im Buzz-Ranking von Platz 9 auf Rang 16 abrutschen (-5,2 im Buzz-Score), bildet der VfL Wolfsburg in beiden Rankings das Schlusslicht. Der Brand-Health-Score verschlechtert sich um 2,7 Punkte auf −8,5, während der Buzz-Score sogar um 6,1 Punkte auf −5,8 zurückgeht. Damit zählt der VfL in beiden Kategorien zu den größten Verlierern des ersten Halbjahres 2026.
Detaillierte Einblicke in die Markenwahrnehmung der Bundesliga-Clubs
Gerne teilen wir die vollständigen Rankings, individuelle Analysen sowie weiterführende Informationen. Erfahren Sie, wie der YouGov FootballIndex dabei unterstützen kann, die Markenstärke von Fußballclubs datenbasiert zu messen und wertvolle Erkenntnisse für Strategie, Kommunikation und Sponsoring abzuleiten. Mehr Informationen zum YouGov FootballIndex finden Sie hier.
Methode:
Die Ergebnisse des YouGov Bundesliga Brand Health- & Buzz-Rankings basieren auf Daten des YouGov FootballIndex Deutschland.
Für die vorliegende Analyse wurden die Bewertungen von Bundesliga-Interessierten (Top-2-Interesse: „interessiert mich“ bzw. „interessiert mich sehr“) im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2026 ausgewertet und mit den Ergebnissen des vorangegangenen Halbjahres (1. Juli bis 31. Dezember 2025) verglichen.
Der Brand Health-Score bildet die übergreifende Markenstärke eines Clubs ab und errechnet sich als Durchschnitt der sechs Markenkennzahlen Impression, Reputation, Recommend, Value, Quality und Satisfaction.
Der Buzz-Score misst die Wahrnehmung positiver und negativer Berichterstattung über einen Club. Er ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Anteil der Befragten, die innerhalb der vergangenen zwei Wochen positive Nachrichten über den jeweiligen Club wahrgenommen haben, und dem Anteil der Befragten, die negative Nachrichten wahrgenommen haben.
Basis: Bundesliga-Interessierte (Top-2-Interesse: „interessiert mich“ bzw. „interessiert mich sehr“), Deutschland, Bevölkerung ab 18 Jahren.
