Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes geben aktuelle Daten von YouGov Einblicke in die Entwicklung des Eiermarktes in Österreich.

Der österreichische Eiermarkt zeigt sich robust: Trotz eines langfristigen Rückgangs bei der Anzahl der Käufer steigt die konsumierte Menge pro Haushalt deutlich an. Die verbleibenden Haushalte kaufen mehr Eier als noch vor einigen Jahren. Im Durchschnitt landen heute etwas mehr als zwölf Eier pro Einkauf im Warenkorb.

Auch strukturelle Veränderungen im Markt werden sichtbar. So hat die Bedeutung von Freiland-Eiern langfristig zugenommen. Dennoch bleiben Eier aus Bodenhaltung mit einem Anteil von rund 45 Prozent weiterhin die wichtigste Kategorie im Absatz.

Ein Viertel der Ausgaben für Bio-Eier – kinderlose Haushalten greifen häufiger zu

Ein wachsender Teil der Ausgaben entfällt zudem auf Bio-Eier: Mehr als ein Viertel der Gesamtausgaben wird in diesem Segment erzielt. Besonders junge Haushalte ohne Kinder greifen überdurchschnittlich häufig zu Bio-Produkten und erreichen hier einen Ausgabenanteil von nahezu 30 Prozent. Familien hingegen kaufen unterdurchschnittlich häufig Bio-Eier.

Parallel dazu steigt der Anteil der Haushalte, die vollständig auf den Kauf von Eiern verzichten. Während dieser Anteil vor zehn Jahren noch bei 7 Prozent lag, sind es heute rund 10 Prozent. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei jüngeren Konsumenten: In der Altersgruppe unter 35 Jahren verzichten inzwischen 17 Prozent auf Eier, während die Nachfrage bei Haushalten ab 50 Jahren weitgehend stabil bleibt.

Saisonale Effekte zeigen sich insbesondere rund um Ostern deutlich: In der Karwoche des vergangenen Jahres kauften 45 Prozent der österreichischen Haushalte Eier ein – deutlich mehr als in einer durchschnittlichen Woche (30 Prozent). Besonders stark ist die Nachfrage nach gekochten Eiern und Farbeiern, die außerhalb der Osterzeit kaum eine Rolle spielen, während sie in der Karwoche von rund 19 Prozent der Haushalte gekauft werden.

„Der steigende Eierkonsum trotz höherer Preise lässt sich unter anderem durch den Trend zu einer proteinreicheren Ernährung erklären. Gleichzeitig profitieren Eier davon, dass sie sich schnell und einfach zubereiten lassen. Beim Bio-Segment zeigt sich zudem, dass insbesondere die finanzielle Situation eine Rolle spielt: Familien greifen hier seltener zu Bio-Eiern als andere Haushaltsgruppen.“, so Mag. Klara Fichtenbauer, Senior Consultant bei YouGov.

Quelle:

YouGov Shopper Panel (Haushaltspanel), Universum: Totalmarkt (inkl. Hard-Discount, Fachhandel etc.) – Einkäufe von Privathaushalten für In-home-Konsum. Käuferreichweite: Anteil der österreichischen Privathaushalte in %, die zumindest einmal (in einem definierten Zeitraum) ein Produkt kaufen.

Abonnieren Sie den YouGov-Newsletter