Neuer YouGov-Report zeigt: 39 Prozent der deutschen Online-Nutzer verwenden KI-Assistenten zur Informationssuche – Jüngere Generationen nutzen breiteres Spektrum an Kanälen

Künstliche Intelligenz verändert die Art und Weise, wie Menschen in Deutschland online nach Informationen suchen. Laut der aktuellen YouGov-Studie „Searching for answers: How AI is changing online discovery in 2026“ haben sich KI-Assistenten und Chatbots mittlerweile als zweithäufigste Informationsquelle etabliert: 39 Prozent der deutschen Online-Nutzer haben in den letzten 30 Tagen einen KI-Assistenten zur Informationssuche verwendet. Dennoch bleiben traditionelle Suchmaschinen mit einer Nutzungsquote von 79 Prozent die mit Abstand wichtigste Anlaufstelle für die Online-Suche nach Informationen.

null

Generationenunterschied bei der Informationssuche

Die Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Während Suchmaschinen generationsübergreifend führend sind, nutzen jüngere Online-Nutzer in Deutschland einen deutlich breiteren Mix an Quellen. Bei der Generation Z kommen KI-Assistenten auf 49 Prozent als zweithäufigste Informationsquelle, gefolgt von Social-Media-Plattformen (45 Prozent) und Video-Plattformen (42 Prozent).

Häufige Nutzung von KI-Assistenten bei bestehenden Anwendern

31 Prozent der deutschen Online-Nutzer starten mindestens eine neue Anfrage pro Tag mit einem KI-Assistenten. Bei der Generation Z liegt dieser Wert sogar bei 56 Prozent, gefolgt von 42 Prozent bei den Millennials. Unter den aktuellen KI-Nutzern geben 63 Prozent an, ihre Nutzung im Vergleich zum Vorjahr gesteigert zu haben.

Die Hauptanwendungsfälle für KI-Assistenten unter KI-Nutzern sind:

  • Direkte Antworten auf Fragen (64 Prozent)
  • Zusammenfassung von Web-Inhalten (37 Prozent)
  • Überprüfung von Informationen (32 Prozent)
  • Vergleich von Optionen (26 Prozent)

Vertrauen und Transparenz als Schlüsselfaktoren

Trotz wachsender Nutzung besteht eine Vertrauenslücke: Nur 36 Prozent aller Online-Nutzer vertrauen Informationen von KI-Assistenten, während Navigations-Apps (76 Prozent) und Suchmaschinen (72 Prozent) deutlich höhere Vertrauenswerte erreichen.

Als vertrauensbildende Maßnahmen wünschen sich KI-Nutzer vor allem:

  • Klare Erklärungen, wie die KI zu ihrer Antwort gelangt ist (16 Prozent)
  • Eindeutige Links oder Quellenangaben (15 Prozent)
  • Antworten aus offiziellen Quellen (12 Prozent)

"Die klassische Suchanfrage bleibt eine der vertrautesten Schnittstellen des Internets. Der Austausch ist einfach: Nutzer geben eine Suchanfrage ein, die Suchmaschinen liefern Links und die Nutzer entscheiden schließlich, welchen Quellen sie vertrauen. KI-Assistenten stellen dieses Muster in Frage, indem sie direkte Antworten, Zusammenfassungen und Vergleiche bieten –nicht nur eine Liste von Links".

Justus Riemann
Senior Business Development Manager bei YouGov

Der vollständige YouGov-Report "Searching for answers: How AI is changing online discovery in 2026" liefert fundierte, datenbasierte Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Zukunft der Online-Suche: Wie sich Suchverhalten in Deutschland konkret verändert, welche Rolle KI-Apps heute im Vergleich zu klassischen Suchmaschinen spielen, wo und wie Nutzer ihre Recherche starten, welche Unterschiede es zwischen diversen Zielgruppen gibt und warum Vertrauen der entscheidende Faktor für die Nutzung von KI ist.

Der Report „Searching for answers: How AI is changing online discovery in 2026“ (in englischer Sprache) kann unter Angabe Ihrer Kontaktdaten hier heruntergeladen werden.

Abonnieren Sie den YouGov-Newsletter