Aktuelle YouGov-Daten (März 2026) zum Thema Heimwerken und Baumärkte

Ob professionelle Renovierungsarbeiten oder freizeitliche Heimverschönerungen – Heimwerker- und DIY-Projekte sind beliebt, und die Deutschen scheuen sich nicht vorm Anpacken.

Laut YouGov Profiles plant insgesamt mehr als die Hälfte der Deutschen (52 Prozent), innerhalb der nächsten sechs Monate im oder am Haus zu werkeln, entweder allein oder mit professioneller Hilfe. Unter Wohnungseigentümern steigt der Anteil auf 62 Prozent.

Selber anpacken ist dabei längst der Anspruch: Der Großteil der zukünftigen Heimprojekteplaner bevorzugt es, die Arbeit so weit wie möglich allein, oder mit Freunden und Familie umzusetzen (insgesamt 41 Prozent). Männer arbeiten lieber allein als Frauen, Frauen lieber mit Freunden oder Familie.

Etwas mehr als ein Drittel (insgesamt 35 Prozent) der Befragten, die innerhalb der nächsten sechs Monate ein Heimprojekt planen, bittet bei Bedarf einen Fachmann um Rat oder Hilfe, macht aber alles, was sie können, selbst. Rund jeder Sechste (16 Prozent) zahlt immer einen Fachmann, der das Projekt bzw. dessen Großteil abwickelt.

Städter gestalten ihre Küche um, Landbewohner renovieren das Gebäude

Zu den beliebtesten Heimverschönerungen zählen das Wändestreichen (32 Prozent), neue Teppiche oder Fußbodenbeläge verlegen (15 Prozent), sowie die Umgestaltung von Bad (15 Prozent) oder Küche (15 Prozent).

Dabei zeigen sich unterschiedliche Prioritäten je nach Wohnumfeld. Während Städter in den nächsten sechs Monaten eher ihre Küche umgestalten (18 Prozent vs. 11 Prozent der ländlichen Bewohner), nehmen Landbewohner häufiger Gebäuderenovierungen vor (15 Prozent vs. 8 Prozent der Städter).

Auch andere anspruchsvollere Arbeiten, wie Dachreparatur, Mauerwerkbau oder Regenrinnenwartung werden häufiger von ländlichen als städtischen Heimwerkern geplant.

OBI ist der bevorzugte Baumarkt und der Bekanntenkreis der wichtigste Ratgeber

Die Heimwerkerpläne dürften dem ein oder anderen Möbel-, Einrichtungshaus, oder Baumarkt in diesem Frühling und Sommer Kundschaft bescheren. Doch in welchen Baumärkten kaufen die Deutschen am liebsten ein?

Marken-Tracking-Daten aus YouGov BrandIndex zeigen eine klare Präferenz für OBI. Die führende deutsche Baumarkt-Handelskette mit mehr als 350 Standorten hierzulande wird von 11 Prozent der Heimprojekteplaner (und 9 Prozent der Gesamtbevölkerung) bevorzugt gewählt.

Die ebenfalls mit rund 350 deutschen Filialen vertretene Hagebau GmbH erzielt nur eine halb so große Kaufabsicht (5 und 4 Prozent), was auch darauf hindeutet, dass es sich bei der Präferenz nicht zwingend um Fragen der Erreichbarkeit oder Verfügbarkeit handelt.

An zweiter Stelle gleichauf stehen das Kölner Unternehmen Toom Baumarkt mit über 300 deutschen Standorten, sowie die Schweizer Bauhaus AG mit rund 145 Standorten (jeweils 7 und 6 Prozent).

Hornbach und Globus erreichen mit ihren jeweils rund 90-100 Filialen in Deutschland eine ähnliche hohe Kaufabsicht wie die deutlich größere Hagebau GmbH (6 und 5 Prozent bzw. 5 und 4 Prozent).

Hellweg-Baumärkte (insg. rund 95 deutsche Standorte) sind für die wenigsten die erste Wahl (1 Prozent).

Was beeinflusst die Customer Journey?

Bei der Kaufentscheidung für Werkzeug und Material wiegt für die meisten Heimwerker die Empfehlung von Freunden und Familien (47 Prozent) schwerer als offizielle Bewertungen (36 Prozent). Rund ein Drittel, derjenigen, die in den nächsten sechs Monaten Projekte planen, informiert sich direkt im Laden eines Händlers (34 Prozent), 29 bzw. 28 Prozent von ihnen recherchieren auf der Webseite des Herstellers oder auf Vergleichswebseiten. Rund ein Viertel nutzt den Internetauftritt der Baumärkte / Händler (26 Prozent), oder Bewertungen in sozialen Medien (z. B. YouTube, 23 Prozent).

Die Nutzung von Internetquellen insgesamt ist unter Männern verbreiteter als unter Frauen, ebenso wie sonstige Recherchemethoden, wie Zeitschriften oder Fernsehen, während sich Frauen häufiger als Männer auf Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis und offizielle Bewertungen verlassen.

Methode: 

YouGov Profiles basiert auf einer kontinuierlich erhobenen Datenquelle aus fortlaufenden Online-Umfragen mit registrierten YouGov-Panelteilnehmern. Datensätze werden wöchentlich aktualisiert und umfassen jeweils 52 Wochen. Die Erhebung wird nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren. Ausgewerteter Datensatz vom 8. März 2026.

YouGov BrandIndex erfasst täglich die Verbraucherwahrnehmung von mehr als 1.500 Marken in Deutschland anhand 16 Metriken. Die Ergebnisse basieren auf Online-Umfragen mit registrierten Panelteilnehmern. Die Erhebung wird nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren. Befragungszeitraum: 9. März 2025 – 8. März 2026 (YTD-Wert).

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