Daten des Mobilitätstrackers YouGov MOVE zeigen deutlichen Trend zur Bahn aufgrund steigender Benzinpreise

Die hohen Spritpreise der vergangenen Monate hatten Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten der Deutschen. Das hat sich unter anderem an Ostern gezeigt. Die Deutschen waren an Ostern wie jedes Jahr mobil – aber anders als im Vorjahr. Während die Gesamtmobilität über die Osterfeiertage Anfang April 2026 um 3 Prozent im Vergleich zu Ostern 2025 zurückgeht, fällt zusätzlich bei längeren Strecken ab 100 Kilometern auf, dass der Pkw an Bedeutung verliert, während der öffentliche Personenverkehr (ÖPV) wächst. Das zeigen aktuelle Daten aus YouGov MOVE, dem Mobilitätstracker von YouGov.

Auto verliert bei Langstrecken – ÖPV gewinnt

Bei Fahrten über 100 Kilometer zeigt sich an Ostern ein klares Bild: Während die Gesamtzahl dieser längeren Fahrten um 2 Prozent zurückgeht, verliert das Auto als Hauptverkehrsmittel deutlich stärker um 4 Prozent. Im Gegenzug wächst der ÖPV um 10 Prozent. Der Anteil der Pkw-Fahrten über 100 Kilometer sinkt dadurch insgesamt von 79 auf 76 Prozent.

Besonders profitiert der Schienenpersonennahverkehr (SPNV), zu dem Regional- und S-Bahnen zählen: Laut YouGov MOVE verzeichnet dieser ein deutlich zweistelliges Plus. Auch der Schienenfernverkehr schneidet mit einem Rückgang von nur 1 Prozent besser ab als der Gesamtdurchschnitt, der bei -2 Prozent liegt.

Weniger Kilometer mit dem Auto – mehr mit der Bahn

Nicht nur bei der Anzahl der Fahrten, sondern auch bei den zurückgelegten Personenkilometern (PKM) zeigt sich ein klarer Trend: Insgesamt werden an Ostern etwas weniger Kilometer zurückgelegt. Dabei sparen die Deutschen vor allem beim Pkw ein (-5 Prozent PKM), während die mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahrenen Kilometer um 2 Prozent steigen.

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Benzinkosten belasten deutsche Haushalte zunehmend

Ein möglicher Treiber dieser Entwicklung: die steigenden Benzinkosten. Laut dem „Cost of Living Tracker“ von YouGov gaben im April 17 Prozent der Deutschen an, dass sie in den letzten drei Monaten immer oder meistens Schwierigkeiten hatten, sich Kraftstoff für ihr Fahrzeug zu leisten. Im März lag dieser Wert noch bei 13 Prozent – ein Anstieg um 4 Prozentpunkte innerhalb eines Monats.

„Unsere MOVE-Daten zeigen sehr deutlich, dass Verbraucher bei längeren Strecken zunehmend vom Pkw auf alternative Verkehrsmittel umsteigen – insbesondere auf den SPNV. Die steigenden Benzinkosten und das Deutschlandticket könnten diesen Trend zusätzlich beschleunigen und zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung führen."

Christoph Zeh
Account Director bei YouGov

Über YouGov MOVE

YouGov MOVE ist der kontinuierliche Mobilitätstracker von YouGov, der das Mobilitätsverhalten in Deutschland erfasst. Damit ist YouGov MOVE ein einzigartiges Tool für die passive Mobilitätsmessung, dessen Daten detaillierte Einblicke in die Verkehrsmittelwahl der deutschen Bevölkerung ermöglichen.

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