Aktuelle YouGov-Daten (Juli 2026) zu Temu und Shein im BrandIndex
Seit gerade einmal drei Jahren verkauft Temu auf dem deutschen Markt. Doch der chinesische Online-Shop hat sich rasant im Bewusstsein der Verbraucher etabliert.
Laut Daten des tagesaktuellen Markenmonitors YouGov BrandIndex hatten im Jahresdurchschnitt 1. Juli 2024 - 30. Juni 2025 bereits 12,4 Prozent der Deutschen Temu im Relevant-Set, im Folgejahr 14,6 Prozent. Das Relevant-Set beschreibt die Auswahl an Marken oder Produkten, die ein Konsument bei einer Kaufentscheidung aktiv in Betracht zieht.
Der Konkurrent Shein, der seit 2013 in Deutschland verkauft, wird hierzulande nur halb so häufig in Betracht gezogen – im aktuellen Jahresdurchschnitt (1. Juli 2025 - 30. Juni 2026) von 6,4 Prozent der Verbraucher, im vergangenen Jahr von 5,9 Prozent.
Die Ü51: Temus Erfolgsfaktor?
Die höhere Relevanz von Temu ist dabei auf seine deutlich breitere Altersreichweite zurückzuführen.
Während Shein vorrangig die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen anspricht (11,8 Prozent im aktuellen Jahresdurchschnitt), hat Temu eine besonders hohe Relevanz in der Altersgruppe der Über-51-Jährigen (15,8 im aktuellen Jahresdurchschnitt). Zum Vergleich: Der Anteil der 51+, die bei Shein einkaufen würden, liegt lediglich bei 3,3.
Am zweitrelevantesten ist Temu bei 31- bis 50-Jährigen (14,6 Prozent), erst dahinter folgt die Gen Z mit 11,3 Prozent.
Shein konvertiert Gen Z besser als Temu
Der Blick auf die Kaufabsicht bestätigt dieses Bild. Während Sheins Kaufabsicht maßgeblich von der Gen Z getragen wird (4,9 Prozent vs. 2,5 gesamt im aktuellen Jahresdurchschnitt), würden 3,8 Prozent der Ü51-Jährigen Temu am ehesten wählen (vs. 3,0 Gesamt).
Trotz ungefähr gleich hoher Relevanz der beiden Plattformen in der Gen Z, ist die Konvertierung der Gen Z bei Temu deutlich geringer: Für lediglich 2,2 Prozent der Gen Z ist Temu die erste Wahl.
Methode:
YouGov BrandIndex erfasst täglich die Verbraucherwahrnehmung von mehr als 1.500 Marken in Deutschland anhand 16 Metriken. Die Ergebnisse basieren auf Online-Umfragen mit registrierten Panelteilnehmern. Die Erhebung wird nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.
Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
