YouGov-Studie zeigt: Acht von zehn Europäern achten beim Einkauf auf Langzeitgesundheit
Konsumentinnen und Konsumenten kaufen angesichts wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unsicherheiten zunehmend bewusster ein. Gesundheit, Sicherheit und bewusste Kaufentscheidungen prägen dabei das Konsumverhalten. Aktuelle Daten von YouGov CP Austria zeigen, welche Strategien Verbraucher im Umgang mit multiplen Krisen entwickeln und welche Chancen sich daraus für Hersteller von Gesundheits- und “free from”-Produkten ergeben.
Gesundheit und Genuss gewinnen in der Polykrisensituation weiter an Bedeutung
Trotz anhaltender Preissteigerungen bleibt Gesundheit eines der zentralen Kaufmotive für österreichische Haushalte. Während die Sorge um die Wirtschaftslage – insbesondere in Osteuropa – weiterhin dominiert, gewinnt das Thema Gesundheit parallel an Bedeutung.
„Konsumentinnen und Konsumenten sparen nicht einfach wahllos, sondern treffen bewusste Entscheidungen darüber, wofür sie ihr Geld ausgeben“, erklärt Klara Fichtenbauer, Senior Consultant Consumer Panel & Services bei YouGov CP Austria. „Produkte, die einen persönlich erkennbaren Mehrwert bieten, bleiben auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten gefragt.“
Krisenbewältigung verändert Kaufentscheidungen
Die YouGov-Konsumentenforschung zeigt unterschiedliche Strategien im Umgang mit Unsicherheit und Krisen – mit direkten Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten der Menschen:
- Protection – Fokus auf Sicherheit und Risikovermeidung
- Taking Control – aktive Einflussnahme auf das eigene Wohlbefinden
- Distraction – bewusste Auszeiten und kleine Genussmomente
- Past – Orientierung an Vertrautem und Bewährtem
Diese Verhaltensmuster spiegeln sich unmittelbar in Kaufentscheidungen wider. Besonders Produkte, die gesundheitliche Vorteile vermitteln, profitieren von diesem Wandel.
Demographischer Wandel rückt Langzeitgesundheit in den Fokus
Mit der alternden Bevölkerung steigt europaweit die Zahl der Jahre, in denen Menschen mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen leben. Auf EU-Ebene beträgt diese Zeitspanne durchschnittlich rund 18 Jahre – in Österreich liegt dieser Wert sogar noch höher.
Dadurch gewinnt das Thema Langzeitgesundheit über alle Altersgruppen hinweg an Relevanz.
Klara Fichtenbauer: „Acht von zehn Europäern machen sich beim täglichen Einkauf Gedanken darüber, ob Produkte ihrer Langzeitgesundheit schaden könnten - die junge Generation Z genauso wie ältere Boomer-Generationen.“
Unterschiedliche Generationen, gemeinsames Ziel
Der Wunsch nach einem gesunden und langen Leben verbindet Jung und Alt, allerdings mit unterschiedlichen Prioritäten.
Jüngere Generationen setzen verstärkt auf mentale Gesundheit, soziale Beziehungen, Hormonhaushalt und Stoffwechselgesundheit. Trends wie frühzeitige Anti-Aging-Maßnahmen zeigen, dass Gesundheitsvorsorge immer früher beginnt.
Ältere Zielgruppen fokussieren dagegen stärker auf Schlafqualität, Bewegung und körperliche Fitness.
Trotz dieser Unterschiede bleibt Ernährung ein zentraler Hebel für die langfristige Gesundheit. Rund ein Drittel der Konsumenten betrachtet FMCG-Produkte als einen der wichtigsten Faktoren für ihre Langzeitgesundheit.
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