Aktuelle YouGov-Daten zum Thema Home Workout, Fitnessgeräte und Sportfachhandel

Das Training jenseits von Fitnessstudio oder Sportverein hat sich in den vergangenen Jahren zu einem prägenden Trend der Fitnessbranche entwickelt. Kostenlose Trainingsvideos auf YouTube, Fitness Influencer und eine wachsende Auswahl professioneller Ausrüstung haben das Workout in den eigenen vier Wänden massentauglich gemacht – Kettlebell, Hanteln, Black Roll und Co. sind heute nicht nur im Sportfachhandel erhältlich, sondern auch bei Discountern und im Universalwarenhaus.

Aktuelle YouGov-Daten zeigen: Fast ebenso viele Menschen in Deutschland trainieren heute für sich selbst wie im Fitnessstudio. Nicht wenige investieren für das Home Workout in die eigenen Fitnessgeräte.

Studio vs. Heimtraining – ein Kopf-an-Kopf-Rennen um kaufkräftigen Nachwuchs

Der Vorsprung der klassischen Fitnessstudio-Mitgliedschaft hierzulande ist inzwischen denkbar knapp: Rund zwei von zehn Verbrauchern in Deutschland (22 Prozent) sind laut aktueller YouGov Profiles-Daten heute Mitglied in einem Fitnessstudio. Nahezu ebenso viele – 19 Prozent – verzichten auf ein Abo und trainieren stattdessen eigenständig für sich selbst.

Dabei handelt es sich bei den „Heimtrainierern" nicht um eine Zielgruppe mit begrenzter Kaufkraft. Im Gegenteil: 23 Prozent der Verbraucher mit überdurchschnittlichem Einkommen (über 200 Prozent des Medians) trainieren selbstständig, verglichen mit 18 Prozent der Verbraucher mit niedrigerem Einkommen. Für die Fitnessbranche bedeutet das: Wer das Home-Workout-Segment bedient, erreicht eine finanzkräftige und investitionsbereite Zielgruppe.

Von der Liegestütze bis zum Spinning-Bike: Wie die Deutschen zu Hause trainieren

Wer auf Studio oder Verein verzichtet, tut dies selten ganz ohne Ausrüstung. Insgesamt investieren rund drei Viertel (74 Prozent) der Zielgruppe in mindestens eine der abgefragten Trainingsmethoden mit Gerät bzw. Sportarten mit typischem Equipment.

Knapp drei von zehn (28 Prozent) derjenigen, die für sich selbst trainieren betreiben Körpergewichtstraining mit Geräten oder Gewichten. Weitere 15 Prozent machen separates Hanteltraining oder Gewichtheben.

Yoga und Pilates – Trainingsmethoden für die meist zumindest eine Matte, oft aber auch Blöcke, Rollen, Fitnessbänder oder Bälle zum Einsatz kommen – gehören für 17 bzw. 10 Prozent der Befragten zum selbstorganisierten Workout.

Das intensive Ausdauertraining Spinning, für das ein spezielles stationäres Standfahrrad benötigt wird, wird von 4 Prozent zuhause ausgeübt.

Am beliebtesten bleibt zwar das reine Körpergewichtstraining ohne Geräte oder Gewichte, das 38 Prozent der Selbsttrainierenden praktizieren. Radfahren (35 Prozent) und Joggen bzw. Laufen (32 Prozent) folgen dicht dahinter. Doch auch anspruchsvollere und ausstattungsintensivere Formen des Trainings gehören zum Repertoire.

Decathlon führt das Feld im Sportfachhandel klar an

Die Bandbreite zeigt: Ob Yogamatte oder Kraftstation – der Home-Workout-Trend erschließt ein breites Spektrum an Produktkategorien und damit relevantes Umsatzpotenzial für den Handel.

Ein Blick in den tagesaktuellen Markenmonitor YouGov BrandIndex zeigt, welche Anbieter von der Zielgruppe am stärksten profitieren.

Unter den Verbrauchern, die für sich selbst trainieren, liegt Decathlon mit deutlichem Abstand vorn: Drei von zehn (30 Prozent) ziehen den französischen Sportartikelhersteller in Betracht, wenn es um den nächsten Einkauf geht. Dahinter folgen Intersport mit 18 Prozent und SportScheck mit 14 Prozent. Sport2000 kommt auf 5 Prozent Consideration.

In der Markenwahrnehmung der Zielgruppe überzeugt Decathlon nicht nur beim Preisbild. Im Qualitätsimage liegt Decathlon nahezu gleichauf mit Intersport (Quality-Net-Scores: 27,3 und 26,6). Zusätzlich punktet Decathlon mit einer fast dreifach so hohen Preis-Leistungs-Bewertung wie Intersport (Value-Net-Scores: 26 und 10,1).

Home Workout ist ein digital begleiteter Lifestyle

Von den ins eigene Heim verlagerten Fitnessroutinen profitiert jedoch nicht nur der Sportfachhandel. Über ein Viertel der Selbsttrainierenden (27 Prozent) verfolgt den eigenen Trainingserfolg mittlerweile mit Hilfe einer Fitness-App. Weitere 12 Prozent nutzen zusätzlich eine Ernährungs-App, um ihr Training gezielt zu ergänzen.

Methode:

Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf YouGov Profiles und YouGov BrandIndex. Die Ergebnisse stellen jeweils 52-Wochen-Durchschnitte (August 2025 – August 2026) dar. Die Datenquellen basieren auf Online-Umfragen mit registrierten Panelteilnehmern. Die Erhebung wird nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.

YouGov Profiles ist ein Zielgruppensegmentierungstool auf Basis von über 2 Millionen Datenvariablen zu Verbrauchereinstellungen, Demografie, Medienkonsum und vieles mehr. Datensätze werden wöchentlich aktualisiert und umfassen jeweils 52 Wochen. Ausgewerteter Datensatz vom 30. August 2026. YouGov BrandIndex erfasst täglich die Verbraucherwahrnehmung von mehr als 1.500 Marken in Deutschland anhand 16 Metriken. 

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