Aktuelle YouGov-Daten zum Thema E-Scooter/E-Roller

Die Unfallzahlen mit E-Scootern steigen seit Jahren, im vergangenen Jahr um rund 38 Prozent, so der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). In einer YouGov-Umfrage im Jahr 2023 – rund 4 Jahre nach der Zulassung von E-Scootern im deutschen Straßenverkehr – haben sich deutsche Verbraucher bereits mehrheitlich kritisch zu den E-Rollern geäußert. Mehr als drei von fünf (61 Prozent) berichteten von einem geringeren Sicherheitsgefühl durch das Verkehrsmittel.

Der DVR hat im Juli dieses Jahres die Forderung erhoben, einen Befähigungsnachweis für die Nutzung von E-Scootern für Personen einzuführen, die keinen Führerschein besitzen - ähnlich wie für Mofas. Mit dem Nachweis sollen grundlegende Verkehrsregeln und Regeln zur sicheren Nutzung von E-Scootern vermittelt werden. Wie stehen deutsche Verbraucher dazu – und wie viele von ihnen fahren heute E-Roller?

Weitreichende Zustimmung für "E-Scooter-Führerschein"

Laut Umfrage stehen die Deutschen auffällig geschlossen hinter der DVR-Forderung. Insgesamt mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Verbraucher in Deutschland würden einen Befähigungsnachweis für E-Scooter-Nutzer ohne Führerschein begrüßen. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) befürworten den Vorschlag sogar uneingeschränkt, weitere 22 Prozent stehen ihm “eher” positiv gegenüber.

Auf der Gegenseite formiert sich kaum Widerstand: Lediglich 9 Prozent lehnen die Idee gänzlich ab, ebenso viele bleiben unentschlossen und äußern sich mit "weder noch".

Ältere Generationen sprechen sich am deutlichsten für die DVR-Forderung aus: 67 Prozent der Boomer+ sowie 61 Prozent der Generation X befürworten den Vorschlag voll und ganz. Bei den Jüngeren ist die Unterstützung verhaltener – hier sprechen sich 31 Prozent der Generation Z und 48 Prozent der Millennials uneingeschränkt für einen E-Scooter-Befähigungsnachweis aus.

Allerdings bleibt auch in den jüngeren Alterskohorten eine entschiedene Ablehnung die Ausnahme, nur 15 Prozent der Gen Z und 12 Prozent der Millennials lehnen den Befähigungsnachweis insgesamt ab.

Gesetzliche Helmpflicht: Männer lehnen sie doppelt so häufig ab wie Frauen

Die positive Einstellung der Verbraucher gegenüber eines E-Scooter-Befähigungsnachweises geht auch mit einer weitreichenden Zustimmung für eine Helmpflicht einher. Rund drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) sprechen sich dafür aus – mehr als die Hälfte (53 Prozent) voll und ganz, weitere 20 Prozent tendenziell. Nur jeder Zehnte lehnt eine Helmpflicht ab, ebenso viele positionieren sich neutral.

Wie schon beim Befähigungsnachweis zeigt sich auch bei diesem Thema ein Generationeneffekt: Ältere Befragte befürworten eine Helmpflicht tendenziell häufiger als jüngere.

Auffällig ist zudem ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern. Männer lehnen eine gesetzliche Helmpflicht mehr als doppelt so oft ab wie Frauen (14 gegenüber 7 Prozent). Knapp drei von fünf Frauen (57 Prozent) befürworten die Helmpflicht uneingeschränkt, im Vergleich zu 49 Prozent der Männer. Jeweils 20 Prozent befürworten sie eher.

E-Roller bleiben selten genutztes Verkehrsmittel

Doch wie verbreitet sind E-Scooter hierzulande heute überhaupt? In einer YouGov-Umfrage aus dem Jahr ihrer Zulassung im deutschen Straßenverkehr (2019) gaben drei Viertel (75 Prozent) der Deutschen an, E-Scooter noch nicht genutzt zu haben und auch kein Interesse an einer Nutzung zu haben. Rund jeder Sechste (17 Prozent) bekundete damals Interesse.

Tatsächlich nutzen laut aktueller Umfrage rund 18 Prozent der Verbraucher in Deutschland nach eigenen Angaben zumindest gelegentlich einen E-Roller – die Häufigkeit ist jedoch gering: 5 Prozent nutzen einen E-Roller seltener als einmal im Jahr. Jeweils 3 Prozent greifen mehrmals im Jahr, mehrmals im Monat bzw. mehrmals pro Woche auf das Verkehrsmittel zurück. Zur täglichen Gewohnheit ist die Fahrt mit dem E-Scooter nur für 1 Prozent der Befragten geworden.

Trotz seiner gefühlt hohen Präsenz im Straßenbild ist der E-Roller hierzulande also kein Massenphänomen geworden. Acht von zehn (80 Prozent) Deutschen nutzen nach eigenen Angaben nie einen E-Scooter.

Getrieben wir die Nutzung von den jüngeren Generationen: 39 Prozent der Gen Z und 26 Prozent der Millennials fahren nach eigenen Angaben zumindest gelegentlich mit einem E-Roller, im Vergleich zu 15 der Gen X bzw. 7 Prozent der Boomer+. Auch Männer nutzen das Verkehrsmittel deutlich häufiger als Frauen (23 gegenüber 14 Prozent).

Nicht zuletzt spielt der Wohnort eine entscheidende Rolle: Im städtischen Wohnumfeld liegt der Anteil der Nutzer bei 25 Prozent – mehr als doppelt so hoch wie auf dem Land (11 Prozent).

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Methode:

Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf einer YouGov “Frage des Tages” vom 21.-23. August 2026 mit insgesamt 10.888 Personen in Deutschland ab 18 Jahren. Die Ergebnisse wurden anschließend mit unserem Zielgruppensegmentierungstool YouGov Profiles verknüpft. YouGov Profiles basiert auf einer kontinuierlich erhobenen Datenquelle aus fortlaufenden Online-Umfragen mit registrierten YouGov-Panelteilnehmern. Datensätze werden wöchentlich aktualisiert und umfassen jeweils 52 Wochen. Die Erhebung wird nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren. 

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