Zur Wahlabsicht im August 2026, zum Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung und zur Akzeptanz von Maßnahmen gegen die Wasserknappheit

Die AfD bleibt den fünften Monat in Folge stärkste Kraft in der YouGov Sonntagsfrage: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden im August 2026 28 Prozent der Wählerinnen und Wähler in Deutschland die AfD wählen. Dies ist ein Plus von 1 Prozentpunkt gegenüber Juli 2026. CDU/CSU stehen im August unverändert bei 20 Prozent. Der Abstand zwischen AfD und CDU/CSU beträgt 8 Prozentpunkte.

Die Grünen sind so stark wie seit Ende Januar 2025 nicht mehr und kommen auf 15 Prozent, einem Plus von 1 Prozentpunkt gegenüber Juli. SPD und Die Linke liegen im Vergleich zum Vormonat unverändert gleichauf bei 12 Prozent.

Die FDP steht wie schon im Juli bei 5 Prozent und könnte sich Hoffnungen auf den Einzug in den Bundestag machen. Das BSW verliert 1 Prozentpunkt und kommt aktuell auf 3 Prozent. 5 Prozent der Wählerinnen und Wähler würden für eine andere Partei („Sonstige“) stimmen.

Das ist das Ergebnis der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage, für die 1.744 von insgesamt 2.091 wahlberechtigten Befragungsteilnehmerinnen und -teilnehmern ihre Wahlabsicht angegeben haben. Die Wahlabsicht gehört laut DSGVO zu den sensiblen personenbezogenen Daten und kann aus diesem Grund in YouGov-Umfragen übersprungen werden. Die Befragung fand zwischen dem 14. und 17.08.2026 statt. Die Fehlertoleranz für die Sonntagsfrage (n=1.744) beträgt für einen Anteilswert von 50 Prozent +/-2,35 Prozentpunkte und für einen Anteilswert von 5 Prozent +/-1,02 Prozentpunkte.

Sicherheitsgefühl hat sich gegenüber Januar 2026 nicht verändert, AfD-Anhängerinnen und -Anhänger fühlen sich weniger sicher

Der Anschlag auf den CSD in Berlin, der Drohnenfund am Flughafen in Leipzig, die illegalen Grenzübertritte in Ceuta: Es gab eine Reihe von sicherheitspolitisch relevanten Ereignissen in den vergangenen vier Wochen. Einen unmittelbaren Einfluss auf das Sicherheitsgefühl in der deutschen Bevölkerung hatten sie aber bisher nicht. Sechs von zehn Bürgerinnen und Bürgern (58 Prozent) fühlen sich (sehr) sicher in Deutschland. Vier von zehn (40 Prozent) fühlen sich überhaupt nicht oder eher nicht sicher. Damit hat sich das Stimmungsbild gegenüber Januar 2026 nicht verändert (23.-26.01.2026: 58 Prozent (sehr) sicher, 39 Prozent überhaupt nicht oder eher nicht sicher).

AfD-Anhängerinnen und -Anhänger fühlen sich weniger sicher als andere Bürgerinnen und Bürger: 77 Prozent fühlen sich aktuell in Deutschland nicht sicher, nur 22 Prozent geben an, dass sie sich fühlen. Unter Anhängerinnen und Anhängern von CDU/CSU (70 Prozent sicher, 27 Prozent nicht sicher), SPD (74 Prozent sicher, 25 Prozent nicht sicher), den Grünen (86 Prozent sicher, 13 Prozent nicht sicher) und Die Linke (68 Prozent sicher, 30 Prozent nicht sicher) fühlt sich jeweils eine Mehrheit sicher in Deutschland.

Hohe Akzeptanz für Autowaschverbot, Gießverbot spaltet

Der Rheinpegel ist historisch niedrig, ähnlich steht es um den Elbpegel, und in vielen Regionen Deutschlands wird das Wasser knapp. In der Folge verbieten viele Gemeinden die Wasserentnahme aus Seen, Flüssen und Bächen. Welche Maßnahmen halten Bürgerinnen und Bürger in Situationen, in denen das Wasser knapp wird, für gerechtfertigt?

Die weit überwiegende Mehrheit hält es für gerechtfertigt, wenn es verboten wird, Swimmings-Pools zu befüllen (80 Prozent) oder Autos zu waschen (79 Prozent). Entnahmeverbote auch kleiner Mengen aus öffentlichen Gewässern hält nur etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) für gerechtfertigt, 35 Prozent halten ein solches Verbot für nicht gerechtfertigt. Das Meinungsbild ist gespalten, wenn es um das Verbot geht, Gärten oder Grünanlagen zu gießen: 50 Prozent halten dies für gerechtfertigt, 39 Prozent finden dies nicht gerechtfertigt. Die Akzeptanz bricht ein, wenn es um Körperhygiene geht: Aufforderungen, nicht zu duschen oder zu baden, finden nur 17 Prozent gerechtfertigt, 75 Prozent halten solche Appelle für nicht gerechtfertigt.

Zum methodischen Vorgehen:

Diese Umfrage wurde von YouGov Deutschland als Eigenstudie im YouGov Omnibus Politik durchgeführt. Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des unternehmenseigenen YouGov Panels. Die Mitglieder des Panels haben der Teilnahme an Online-Interviews zugestimmt. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 14. bis 17.08.2026 insgesamt 2.091 Personen in einer repräsentativen Stichprobe, quotiert nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, politischem Interesse und Wahlverhalten, befragt. Die Stichprobe bildet die Wahlberechtigten Deutschlands ab 18 Jahren hinsichtlich dieser Quotenmerkmale ab. Die Fehlertoleranz für die Gesamtstichprobe (n=2.091) beträgt für einen Anteilswert von 50 Prozent +/-2,14 Prozentpunkte und für einen Anteilswert von 5 Prozent +/-0,93 Prozentpunkte.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

· Ergebnisse inkl. Erklärung der Methodik

· Informationen zum YouGov Omnibus Politik

· FAQ zur Wahlforschung bei YouGov

Wenn Sie mehr über Politik- und Meinungsforschung bei YouGov erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an.

Abonnieren Sie den YouGov-Newsletter