Aktuelle YouGov-Daten zu alkoholfreien Getränken, funktionalen Getränken und Wasser

Der Trend zu alkoholfreien Getränken (AfG) hält an – im ersten Halbjahr 2026 entwickeln sich AfG laut YouGov Shopper-Daten leicht positiv. Unter AfG fallen die Kategorien fruchthaltige Getränke (FHG), kohlensäurehaltige Getränke (CSD), Wasser und restliche alkoholfreie Segmente.

Im Vierjahresvergleich (seit 2022) fällt auf, dass sich besonders die restlichen alkoholfreien Segmente, unter die u. a. funktionale Getränke fallen, besonders positiv entwickeln – und auch Wasser wird wieder beliebter.

Gen Z achtet auf funktionale Zusatzstoffe

Der zunehmende Verzicht auf Alkohol in der jungen Generation scheint mit einem wachsenden Bedarf an gesundheitlichem bzw. funktionalen Zusatznutzen von Getränken einherzugehen.

Eine aktuelle YouGov-Omnibusumfrage zeigt, dass 40 Prozent der deutschen Verbraucher ab 18 Jahren beim Einkauf von Getränken auf funktionale Zusatzstoffe, wie Vitamine oder Mineralstoffe, achten. Besonders beliebt sind die funktionalen Getränke bei der Gen Z (60 Prozent).

Laut YouGov Shopper-Daten zeigen insbesondere Energy-Drinks ein dynamisches Wachstum. Die meist mit Koffein, Taurin, Süßstoffen und B-Vitaminen angereicherten Getränke werden in der Regel dafür vermarktet, Müdigkeit zu verringern und Konzentration und Leistungsfähigkeit kurzfristig zu steigern.

Im ersten Halbjahr 2026 verzeichneten Energy-Drinks ein Umsatzplus von +11,5 Prozent und ein Absatzplus von 15,4 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025.

Sportgetränke, wie z. B. isotonische Getränke, gewannen im Beobachtungszeitraum 7,6 Prozent an Umsatz und Nearwater 6,9 Prozent. Als Nearwater werden Getränke auf Wasserbasis mit Zusatz von Kräutern oder Vitaminen bezeichnet.

Auch die eigene Zubereitung gewinnt an Bedeutung

Funktionale Getränke werden allerdings nicht nur fertig gekauft. Die YouGov-Umfrage hat weiterhin ergeben, dass jeder dritte Verbraucher ab 18 Jahren (34 Prozent) heutzutage häufiger als noch vor zwei Jahren seine Getränke selbst zusammenstellt (z. B. mit Proteinpulver, Elektrolyten oder als Smoothies) – auch diesen Trend führt die Gen Z an (59 Prozent).

Auf Getränke zum Selbstanrühren hat sich u. a. die Berliner Marke HOLY spezialisiert, die verschiedene Pulver und Sirup, unter anderem in den Kategorien Energy, Hydration und Milkshake anbietet.

Bei der eigenen Zubereitung spielen Social-Media-Food-Trends eine sichtbare Rolle. Die Hälfte (50 Prozent) der Gen Z gibt an, sich aktiv über neue Getränke-Trends zu informieren, wie neue Marken, Influencer-Produkte oder -Rezepte. Männer sind hier aktiver als Frauen (22 vs. 14 Prozent).

Wasser wird wieder beliebter

Diese Entwicklungen könnten erklären, warum neben funktionalen Getränken auch reines Wasser ein Comeback macht. Laut YouGov Shopper-Daten machte Wasser ein Umsatzplus von 7,7 Prozent im ersten Halbjahr 2026 und ein Absatzplus von 4,1 Prozent.

Zu welchem Wasser die Deutschen am liebsten greifen, zeigt eine YouGov-Umfrage aus dem Jahr 2023: Demnach ist abgefülltes Mineralwasser mit mittlerem Kohlensäuregehalt (“medium”) das beliebteste Wasser hierzulande (21 Prozent). Direkt dahinter folgt stilles Wasser aus dem Wasserhahn (20 Prozent).

Methode:

Die Ergebnisse basieren auf einer Omnibusbefragung mit YouGov Surveys, sowie auf Daten des YouGov Shopper-Haushaltspanels. Die YouGov Surveys-Daten basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für die Omnibusbefragung wurden im Zeitraum vom 12.08.2026 bis 14.08.2026 insgesamt 2079 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren. Definition der Generationen: Gen Z (1997 oder später), Millennials (1981-1996), Gen X (1965-1980) und Boomer+ (vor 1964). Die Daten des YouGov Shopper-Haushaltspanels (DE YouGov CP+ 3.0 FMCG) basieren auf registrierten Kaufakten der Panelteilnehmer in Deutschland.

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