Ergebnisse des neuen YouGov-Reports „Mit KI zum besten Deal: Black Friday & Cyber Monday 2026“
Die Black Weeks sind ein wichtiger Umsatztreiber für den deutschen Handel – insbesondere online. Dabei verändert Künstliche Intelligenz zunehmend die Art und Weise, wie Verbraucher nach Angeboten suchen und Kaufentscheidungen treffen. Aktuelle Daten aus dem YouGov-Report „Mit KI zum besten Deal: Black Friday & Cyber Monday 2026“ zeigen, wer die Aktionstage nutzt, wie groß das Vertrauen in KI bei der Schnäppchensuche ist und was Shopper von den Tools erwarten.
Black Weeks sind ein Online-Ereignis
Die Aktionstage Black Friday und Cyber Monday wenige Wochen vor Weihnachten haben sich zu wichtigen Shopping-Anlässen im deutschen Einzelhandel entwickelt, insbesondere online.
Wie groß ihr Einfluss auf das Einkaufs- und Ausgabeverhalten der Deutschen ist, zeigen YouGov Shopper-Daten der vergangenen Aktionstage: Laut Non-Food-Panel lagen die Online-Ausgaben der deutschen Verbraucher während der Black Weeks 2025 um 51 Prozent über dem Wochendurchschnitt von 2025 (nur Non-Food-Kategorien). Auch der stationäre Handel profitierte von der erhöhten Kaufbereitschaft, wenngleich weniger stark: Hier stiegen die Ausgaben um 14 Prozent. Über beide Vertriebskanäle hinweg lagen die Non-Food-Ausgaben während der Aktionswochen um 26 Prozent über dem Wochendurchschnitt.
Die höhere Nachfrage spiegelt sich auch in der Anzahl der Einkäufe wider. Insgesamt wurden während der Black-Friday- und Cyber-Monday-Wochen 2025 rund 94 Millionen Non-Food-Einkaufstouren registriert, verglichen mit durchschnittlich 76 Millionen in den übrigen Wochen des Jahres. Das entspricht einem Anstieg von 24 Prozent. Dabei nahm die Zahl der Online-Einkaufstouren um 36 Prozent zu, während der stationäre Handel ein Plus von 21 Prozent verzeichnete.
Die Aktionswochen führen somit sowohl zu mehr Einkaufstrips als auch zu höheren Ausgaben – vor allem im digitalen Vertrieb.
Die BFCM-Shopper: Jung, digital, KI-Affin
Laut des aktuellen YouGov-Report „Mit KI zum besten Deal: Black Friday & Cyber Monday 2026“ planen 31 Prozent der deutschen Verbraucher, während der diesjährigen Rabattaktionen einzukaufen. Unter Männern (32 Prozent) und Frauen (29 Prozent) ist das Interesse fast gleich groß. Beim Alter zeigt sich dagegen ein klares Profil: 61 Prozent der potenziellen BFCM-Shopper sind jünger als 45 Jahre und gehören damit zur Gen Z oder zu den Millennials.
Neben ihrer jungen Altersstruktur zeichnet sich diese Zielgruppe durch eine hohe Offenheit gegenüber digitalen Einkaufshilfen aus. So haben 42 Prozent der potenziellen BFCM-Shopper bereits KI-Tools beim Einkaufen eingesetzt, etwa zur Produktsuche, Recherche oder Kaufberatung. In der deutschen Gesamtbevölkerung liegt dieser Anteil bei lediglich 20 Prozent.
Damit gehören die BFCM-Shopper zu einer besonders digitalaffinen Verbrauchergruppe, die neue Technologien bereits überdurchschnittlich häufig in ihren Einkaufsprozess integriert.
Die Kaufbereitschaft der BFCM-Shopper ist nicht gering: Durchschnittlich 356 Euro planen sie während der diesjährigen Aktionstage auszugeben. Der Median liegt bei 175 Euro. Für Händler und Marken ist die Sichtbarkeit in KI-gestützten Such-, Vergleichs- und Empfehlungssystemen also entscheidend, um die Zielgruppe mit hohem Umsatzpotenzial zu erreichen.
Die geplante Nutzung von KI hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt
Die Offenheit der Zielgruppe gegenüber KI-assistiertem Shopping zeigt sich auch in ihren Plänen für die diesjährigen Aktionstage: Bereits 51 Prozent der potenziellen BFCM-Shopper geben an, dass sie in diesem Jahr wahrscheinlich KI nutzen werden, um sich in den Angeboten zurechtzufinden. Im Vorjahr waren es erst 23 Prozent. Innerhalb von nur zwölf Monaten hat sich der Anteil also mehr als verdoppelt.

Während KI-Shopping in der deutschen Gesamtbevölkerung im globalen Vergleich noch am Anfang steht, ist die Nutzung bei den potenziellen BFCM-Shoppern bereits deutlich weiter verbreitet. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Zielgruppe haben KI beim Einkaufen schon genutzt oder sind offen dafür. Damit gehören Schnäppchenjäger zu den Vorreitern KI-gestützter Kaufentscheidungen in Deutschland.
Die größte Hürde: Echte Rabatte erkennen
Vom KI-Einsatz erhoffen sich Verbraucher vor allem Unterstützung bei der Suche nach dem besten Angebot. Hier vertrauen potenzielle BFCM-Shopper nach wie vor auch auf etablierte digitale Kanäle: Bei Suchmaschinen (75 Prozent), Händler-Websites (73 Prozent) sowie Plattformen für Preisvergleiche, Gutscheine und Cashback (72 Prozent) ist die Zuversicht, das beste Angebot zu finden, am größten. Doch KI holt hier auf: Mit 66 Prozent erreicht KI bereits ein hohes Vertrauensniveau und liegt damit vor Kundenbewertungen und Online-Communitys (63 Prozent).
Die Erwartungen der BFCM-Shopper an KI-Shopping
Der größte Hebel für KI-Shopping ist daher auch ein klarer Such-Mehrwert. Danach gefragt, welche Funktionen eines KI-Tools ihnen das Einkaufen während der Aktionstage angenehmer machen würden, nennen potenzielle BFCM-Shopper vor allem Preisvergleiche zwischen Händlern (36 Prozent). Es folgen Preisgarantien (28 Prozent) und eine klare Kennzeichnung von Werbung (27 Prozent). Verbraucher erhoffen sich von KI also vor allem eines: die Gewissheit eines finanziellen Vorteils und dass Empfehlungen nicht gesponsort sind.
Methode:
Die Studie basiert auf Daten des YouGov Omnibus, einer YouGov Surveys-Lösung, sowie auf Daten des YouGov Shopper-Panels “Non-Food”. Die Omnibus-Befragung wurde vom 13. Juli 2026 bis 11. August 2026 mit 1.014 Teilnehmern online durchgeführt. Die Stichprobe wurde gewichtet und ist repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren. Das YouGov Shopper-Panel “Non-Food” erfasst repräsentativ alle Non-Food-Einkäufe von 20.000 (brutto) Haushalten in Deutschland.
Definition der Generationen: Gen Z: Jahrgang 1997 oder jünger, Millennials: Jahrgänge 1981 bis 1996, Gen X: Jahrgänge 1965 bis 1980, Baby Boomer+: Jahrgang 1964 oder älter. Definition der Zielgruppe: Als potenzielle Black Friday und/oder Cyber Monday (BFCM) Shopper gelten Personen, die angaben, dass sie „eher wahrscheinlich“ oder „sehr wahrscheinlich“ während Black Friday und/oder Cyber Monday einkaufen werden.
Die BFCM-Phase bzw. Black Weeks umfassen die Kalenderwochen 48 und 49. Die erwarteten Ausgaben wurden in Ausgabenklassen erhoben (von „unter 50 €“ bis „2.500 € oder mehr“); der Median beträgt 175 €. Die durchschnittlich erwarteten Ausgaben wurden anhand der Klassenmittelwerte geschätzt (bei offenen Klassen wurde der Mittelpunkt verwendet; für die unterste Klasse wurden 75 % der Obergrenze und für die oberste Klasse 125 % der Untergrenze angesetzt).





