Neue YouGov-Daten: Nudeln liegen in der Beliebtheit vor Kartoffeln und Reis – Käuferkreis für glutenfreie Nudeln wächst, Eierteigwaren verlieren Reichweite

Knapp zwei Drittel der Deutschen (63 Prozent) essen mindestens einmal pro Woche Nudeln. Vor die Wahl zwischen Nudeln, Kartoffeln und Reis gestellt, entscheidet sich knapp die Hälfte der deutschen Verbraucher für Nudeln. Ein deutscher Haushalt kauft durchschnittlich 16,5 Kilogramm Teigwaren pro Jahr und gibt dafür rund 50 Euro aus. Das zeigen aktuelle Daten des YouGov Omnibus sowie des YouGov Shopper FMCG-Panels anlässlich des Weltnudeltags am 25. Oktober.

Nudeln vor Kartoffeln und Reis – mit deutlichen Unterschieden zwischen den Generationen

46 Prozent der Befragten essen etwa ein- bis zweimal pro Woche Nudeln, 15 Prozent mehrmals pro Woche und 2 Prozent (fast) täglich – insgesamt essen also knapp zwei Drittel der Deutschen (63 Prozent) mindestens einmal in der Woche Nudeln. In der Generation Z liegt der Anteil bei 72 Prozent, unter Babyboomern+ bei 51 Prozent.

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Im direkten Vergleich der drei Sättigungsbeilagen nennen 46 Prozent aller Befragten Nudeln als ihr liebstes Lebensmittel, 39 Prozent Kartoffeln und 12 Prozent Reis. Nudeln liegen in der Generation Z (56 Prozent gegenüber 23 Prozent für Kartoffeln), bei Millennials (54 zu 33 Prozent) und in der Generation X (43 zu 41 Prozent) vorn. Babyboomer+ bevorzugen dagegen mehrheitlich Kartoffeln (50 zu 37 Prozent).

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Auf die Frage nach der Entwicklung des eigenen Nudelkonsums im Vergleich zu vor zehn Jahren geben 58 Prozent der Befragten an, unverändert viele Nudeln zu essen. 18 Prozent essen nach eigener Aussage heute mehr, 21 Prozent weniger. In der Generation Z sagen 34 Prozent, dass sie heute mehr Nudeln essen als vor zehn Jahren, 13 Prozent essen weniger.

Convenience als häufigste Assoziation

Mit Nudelgerichten verbinden 37 Prozent der Befragten am ehesten schnelle und praktische Mahlzeiten. Es folgen gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie (10 Prozent) sowie Sättigung und Energie (9 Prozent). In Ein-Personen-Haushalten liegt der Anteil für schnelle und praktische Mahlzeiten bei 42 Prozent, in Haushalten mit vier und mehr Personen bei 34 Prozent.

Gemeinsame Familienmahlzeiten nennen 21 Prozent der Befragten mit zwei oder mehr Kindern im Haushalt, gegenüber 7 Prozent in Haushalten ohne Kinder. In der Generation Z folgen nach schnellen und praktischen Mahlzeiten (38 Prozent) gleichauf Wohlfühlen und Komfort sowie Sättigung und Energie (je 9 Prozent); unter Babyboomern+ nennen 2 Prozent Wohlfühlen und Komfort.

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Einkaufsfrequenz steigt seit 2023

Laut dem YouGov Shopper FMCG-Panel kauft ein deutscher Haushalt im Durchschnitt 16,5 Kilogramm Teigwaren pro Jahr und gibt dafür rund 50 Euro aus. Die Einkaufsfrequenz ist seit 2023 gestiegen: Im MAT August 2026 kauften Haushalte durchschnittlich 18,2-mal pro Jahr Nudeln, 2023 lag der Wert bei 17,5 Einkäufen.

Innerhalb der Kategorie entwickeln sich die Segmente unterschiedlich. Die Nachfrage nach glutenfreien Nudeln steigt weiter, der Käuferkreis ist im MAT August 2026 deutlich gewachsen. Bei Nudeln mit Ei setzt sich der langfristige Rückgang fort: Der Käuferkreis ist in den vergangenen vier Jahren um 8,7 Prozent gesunken und liegt aktuell bei einer Käuferreichweite von rund 70 Prozent. Ebenfalls rückläufig ist die Käuferpenetration bei Vollkornnudeln mit einer Käuferreichweite von aktuell rund 18 Prozent.

Preise, Promotions und Eigenmarken

Nach einem deutlichen Anstieg der durchschnittlichen Preise im Jahr 2023 zeigt sich im MAT August 2026 eine leichte Entspannung. Rund 31 Prozent der Nudeln werden im Rahmen von Aktionen gekauft. Eigenmarken erreichen einen Anteil von rund 57 Prozent am gesamten Teigwaren-Absatz.

Spaghetti sind meistgekaufte Nudelsorte

Im Einkauf der Haushalte bleiben Spaghetti trotz eines leichten Absatzrückgangs gegenüber dem Vorjahr die meistgekaufte Nudelsorte. Auf Platz zwei folgen Fusilli, auf Platz drei Penne und auf Platz vier Spätzle. Ein Käuferwachstum zeigt sich vor allem bei kleineren Nudelformen wie Farfalle, Hörnchennudeln und Muscheln.

„Nudeln sind weit mehr als eine klassische Beilage. Sie verbinden hohe Alltagsrelevanz mit emotionalem Wert. Besonders jüngere Generationen greifen regelmäßig zu Nudeln und verbinden sie nicht nur mit Schnelligkeit und Convenience, sondern auch mit Genuss und Wohlfühlmomenten. Gleichzeitig sehen wir, dass die Kategorie durch Trends wie glutenfreie Produkte und kleinere, abwechslungsreiche Formen weiterhin in Bewegung bleibt".

Markus Krebs
Senior Consultant bei YouGov

Methodik:

Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 05. und 07.10.2026 insgesamt 2017 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

Die Daten des YouGov Shopper Panels (DE YouGov FMCG CP+ 3.0) basieren auf registrierten Kaufakten der Panelteilnehmer in Deutschland. Ausgewertete Zeiträume: MAT August 2026 vs. Vorperioden.

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