Zur Wahlabsicht im Oktober 2026 und zur Wahrnehmung von Vorurteilen gegenüber Juden

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die AfD stärkste Partei werden. Aktuell würden 28 Prozent die AfD wählen, 1 Prozentpunkt weniger als im September. CDU/CSU kämen auf 18 Prozent (keine Veränderung gegenüber September), die Grünen liegen knapp dahinter mit 16 Prozent (ebenfalls unverändert gegenüber dem Vormonat).

Die SPD gewinnt gegenüber September 1 Prozentpunkt hinzu sich und käme aktuell auf 14 Prozent. Die Linke bliebe unverändert bei 10 Prozent.

Die FDP bleibt unverändert bei 5 Prozent. Das BSW verliert im Vergleich zu September 1 Prozentpunkt und liegt jetzt bei 3 Prozent. Sonstige Parteien kämen auf 6 Prozent, dies ist 1 Prozentpunkt mehr als im September.

Das ist das Ergebnis der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage, für die 1.773 von insgesamt 2.202 wahlberechtigten Befragungsteilnehmerinnen und -teilnehmern ihre Wahlabsicht angegeben haben. Die Wahlabsicht gehört laut DSGVO zu den sensiblen personenbezogenen Daten und kann aus diesem Grund in YouGov-Umfragen übersprungen werden. Die Befragung fand zwischen dem 16. und 19.10.2026 statt. Die Fehlertoleranz für die Sonntagsfrage (n=1.773) beträgt für einen Anteilswert von 50 Prozent +/- 2,33 Prozentpunkte und für einen Anteilswert von 5 Prozent +/- 1,01 Prozentpunkte.

Die Hälfte findet, dass Vorurteile gegenüber Juden ein Problem in Deutschland sind

Bei den Sondierungsgesprächen zwischen Die Linke, den Grünen und der SPD in Berlin spielt das Verhältnis der Linken zu Israel und das Thema Antisemitismus eine mitentscheidende Rolle. Fast die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland (46 Prozent) ist der Meinung, dass Vorurteile gegenüber Juden ein Problem in der deutschen Gesellschaft sind. Besonders stark ist diese Auffassung unter Grünen-Wählerinnen und -Wählern verbreitet: Zwei von drei Bürgerinnen und Bürgern (64 Prozent) sind der Meinung, dass Vorurteile gegenüber Juden ein Problem in Deutschland sind. Unter Wählerinnen und Wähler von SPD (55 Prozent), Die Linke (54 Prozent) und CDU/CSU (49 Prozent) ist rund die Hälfte dieser Auffassung. Auch knapp mehr als die Hälfte der Wählerinnen und Wähler von Die Linke (54 Prozent) sind der Meinung, dass die deutsche Gesellschaft ein Problem mit Vorurteilen gegenüber Juden hat. Dagegen glaubt nur ein Drittel der AfD-Wählerinnen und -Wähler (32 Prozent), dass Vorurteile gegenüber Juden ein Problem in der deutschen Gesellschaft sind.

Zwei von Fünf glauben, dass Die Linke ein Problem mit Vorurteilen gegenüber Juden hat

Zwei von fünf Bürgerinnen und Bürgern (42 Prozent) glauben, dass es in der Partei Die Linke ein Problem mit Vorurteilen gegenüber Juden gibt. Das sind deutlich mehr als bei den Grünen (18 Prozent), CDU/CSU (14 Prozent), SPD (14 Prozent) und der FDP (12 Prozent). 34 Prozent glauben, dass das BSW ein Problem mit Vorurteilen gegenüber Juden hat. Am häufigsten glauben Bürgerinnen und Bürger jedoch, dass die AfD ein Problem mit Vorurteilen gegenüber Juden hat – mehr als die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger (54 Prozent) sind dieser Meinung.

Zum methodischen Vorgehen:

Diese Umfrage wurde von YouGov Deutschland als Eigenstudie im YouGov Omnibus Politik durchgeführt. Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des unternehmenseigenen YouGov Panels. Die Mitglieder des Panels haben der Teilnahme an Online-Interviews zugestimmt. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 16. bis 19.10.2026 insgesamt 2.202 Personen in einer repräsentativen Stichprobe, quotiert nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, politischem Interesse und Wahlverhalten, befragt. Die Stichprobe bildet die Wahlberechtigten Deutschlands ab 18 Jahren hinsichtlich dieser Quotenmerkmale ab. Die Fehlertoleranz für die Gesamtstichprobe (n=2.202) beträgt für einen Anteilswert von 50 Prozent +/- 2,09 Prozentpunkte und für einen Anteilswert von 5 Prozent +/- 0,91 Prozentpunkte.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

· Ergebnisse inkl. Erklärung der Methodik

· Informationen zum YouGov Omnibus Politik

· FAQ zur Wahlforschung bei YouGov

Wenn Sie mehr über Politik- und Meinungsforschung bei YouGov erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an.

Foto: Ronny Hartmann/AFP Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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